|
Von einer sexuellen Dysfunktion oder sexuellen Funktionsstörung wird gesprochen, wenn individuelle Ansprüche an eine erfüllte Sexualitätnicht erfüllbar sind. Diese Definition berücksichtigt unterschiedliche individuelle, gesellschaftliche und kulturelle Vorstellungen von Sexualität.
Sexuelle Funktionsstörungen können eine rein psychische, rein körperliche Ursache haben oder durch sowohl psychische als auch körperliche Probleme bedingt sein.
Die ICD-10weist ebenfalls auf diesen Umstand hin. Dennoch werden unter F52 "Sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit" zusammengefasst und davon nur das Dhat-Syndromund die organisch bedingen Formen der erektilen Dysfunktion, des Vaginismusund der Dyspareunieabgetrennt.
Unter F52 werden schließlich die Frigiditätund sexuelle Hypoaktivität(siehe auch Asexualität), die sexuelle Aversionund mangelnde sexuelle Befriedigung mit der Anhedonie, das Versagen genitaler Reaktionen (Erektionsstörungen, Psychogene Impotenz und Störungen der sexuellen Erregung bei der Frau), Orgasmusstörungenbei Männern und Frauen, die Ejaculatio praecox, der nichtorganische Vaginismus und die nichtorganische Dyspaneurie angeführt. Als gesteigertes sexuelles Verlangen werden noch Satyriasisund Nymphomanieerwähnt.
Es muss erwähnt werden, dass damit die Einteilung der ICD-10 teils in Widerspruch zu anderen Klassifizierungen steht. So werden die Begriffe Satyriasis und Nymphomanie von vielen Sexualwissenschaftlernheute als veraltet abgelehnt, während Urologenheute aufgrund der guten Ansprechraten auf die neueren PotenzmittelSildenafil, Vardenafilund Tadalafilauf eine klare Trennung von organischen und psychischen Ursachen der erektilen Dysfunktion oft verzichten.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sexuelle Dysfunktion aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|