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Hyperventilation

Hyperventilation steht für die willentliche oder unwillentliche Beschleunigung und/oder Vertiefung der Atmungüber den Körperbedarf hinaus.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ursachen
  • 2 Symptome
  • 3 Wirkungsweise
  • 4 Komplikationen
  • 5 Kontroverse Sichtweisen
  • 6 Behandlung
  • 7 Weblinks
  • 8 Siehe auch

Ursachen

Außer zugrundeliegenden inneren Krankheiten kann auch psychischer Stressunbewusst zur Hyperventilation führen.

Ein besonderer Fall der (willentlichen, aber nicht beabsichtigten) Hyperventilation kann auftreten bei der Zirkularatmung, wie sie Blasinstrumentenspieler, v. a. beim Didgeridooverwenden. Eine Anwendung mit gewollter Hyperventilation stellt hingegen das holotrope Atmen, einer Spezialform einer Atemtherapiedar.

Symptome

Die Hyperventilation führt zu einer respiratorischen Alkalosedurch die es zu Krämpfen mit typischer Pfötchenstellung der Arme und Hände, zu Kribbeln und zu Taubheitsgefühl (besonders um den Mund herum) und zu Schwindel kommt. Mit den Krämpfen und dem Kribbeln steigt meist auch die Panik.

Wirkungsweise

Die erhöhte Durchlüftung führt kaum zu einer Mehraufnahme von Sauerstoff im Körper, da die Aufnahmefähigkeit des Blutes für Sauerstoff schon bei normaler Atmung meist voll gedeckt wird, allerdings kommt es zur vermehrten Abatmung des im Körper entstehenden Kohlendioxid, daraus folgt eine Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Kohlensäure (der gelösten Form von Kohlendioxid) und Calcium im Blut. Der so entstehende relative Calcium-Mangel kann zu Krämpfen und zu Kribbeln, besonders um den Mund herum, führen. Zudem verschiebt sich der Säure-Basen-Haushaltdes Betroffenen in Richtung basisch, der pH-Wertdes Blutessteigt. Diese Wirkungsweise macht man sich in Diagnostik von Epilepsienzu Nutze, da hierdurch während einer EEG-Ableitung epileptische Entladungen aktiviert bzw. provoziert werden können.

Bei unangenehmen Nebenwirkungen hilft auch hier die nachfolgend beschriebene Methode.

Komplikationen

Normalerweise kommt es bei Hyperventilation zu keinen schwerwiegenden Komplikationen.

Bewusst herbeigeführte Hyperventilation (Reinkarnationstherorie, Astralreise) kann einen Trancezustand bewirken. Diese Art der Hyperventilation kann im Extremfall zu tetanischen Anfällen, epileptischen Anfällen und sogar zu Hirnschädigungen führen und sollte daher nicht gewollt herbeigeführt werden.

Kontroverse Sichtweisen

Es gibt allerdings therapeutisch begleitete Formen, die die gewollte Hyperventilation unter fachmännischer Begleitung und unter bestimmten Voraussetzungen als ungefährlich ansehen und damit im Kontrast zur klassisch schulmedizinischen Sichtweise stehen. (mehr siehe: Holotropes Atmen)

Behandlung

  • Ausgleich des Säure-Basenhaushaltes über Infusion (wird nicht mehr praktiziert!)
  • Bei Lungenembolie und Hyperventilation: Sauerstoffgabe und Krankenhauseinweisung
  • Bei psychischer Hyperventilation: Beruhigung (!), Rückatmung (mehrmals in eine Plastik- oder Papiertüte bzw. eine Hyperventilationsmaske aus- und einatmen) und ggf. Sedierung z.B. mit Benzodiazepinen.

Durch das mehrmalige Ein- und Ausatmen in eine Tüte atmet der Patient die verbrauchte, sauerstoffarme Luft wieder ein. Damit kann der Körper das Kohlendioxyd wieder aufnehmen, die Symptome lassen nach und die Panik geht zurück.

Hyperventilation darf man nur auf Grund eines niedrigen CO2-Wertes in einer Blutgasanalyse definieren, nicht auf Grund einer erhöhten Atemfrequenz, die man Tachypnoenennt.


Weblinks

  • Erklärungen zur Hyperventilation auf Neuro24

Siehe auch

  • Hypoventilation



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hyperventilation aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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