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Die Orthoptik (griechisch?????????) ist eine Untergruppe der Augenheilkundeund beschäftigt sich mit der Pathologieund Physiologiedes Binokularsehens (beidäugigen Sehens).
Inhaltsverzeichnis
- 1 Organisation
- 2 Bereiche
- 2.1 Schiel-Erkrankungen
- 2.2 Rehabilitation
- 3 Literatur
- 4 Weblinks
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Organisation
Orthoptische Abteilungen findet man an Universitätskliniken, Augenkliniken und in einigen Augenarztpraxen. Sie werden manchmal auch als Sehschulen bezeichnet.
In diesen Abteilungen arbeiten Orthoptistinnen. In Deutschland werden Orthoptistinnen an 14 Fachschulen für Orthoptik ausgebildet, die alle an Universitätenangeschlossen sind. Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Der Beruf steht beiden Geschlechtern offen; da ihn bislang jedoch nur wenige Männer ausüben, wird im beruflichen Alltag und in der Literatur meist die weibliche Form der Berufsbezeichnung verwendet.
Bereiche
Schiel-Erkrankungen
Ein wichtiges Arbeitsgebiet der Orthoptistin ist die Diagnostikund Therapievon Schiel-Erkrankungen. Hier ist besonders die Differenzierung von Schielformen mit Binokularsehen von denen ohne Binokularsehen wichtig:
- Bei den Schielformen mit Binokularsehen geht es um die Diagnostik von paretischem Schielen oder Begleitschielen und insbesondere bei Augenmuskelparesenum die Einleitung weiterer diagnostischer Untersuchungen (meist MRT) zur Ursachenforschung. Doppelbilder werden durch Prismentherapiert. In Einzelfällen werden Übungen oder Schiel-Operationen durchgeführt. Auch Kopfschmerzen und Übelkeit können eine Störung im beidäugigen Sehen zur Ursache haben.
- Die Behandlung von Schielformen ohne Binokularsehen (z. B. frühkindliches Innenschielen) ist vor allem im Kindesalter wichtig. Durch die Bevorzugung eines Auges zur Fixation kann es bis zum 12. Lebensjahr zu einer Schwachsichtigkeitdes schielenden Auges kommen, die durch das stunden- oder tageweise Abkleben des guten Auges durch die Orthoptistin therapiert werden kann (dieser Bereich wird auch Pleoptik genannt).
Rehabilitation
In letzter Zeit sind Orthoptistinnen vermehrt in der RehabilitationSehbehinderter(Low Vision) und in der Rehabilitation von Patienten mit Sehstörungen nach erworbenen Hirnschädigungen(z. B. nach Schlaganfalloder nach Unfällen) tätig. Die orthoptische Rehabilitation versucht, vorhandene Seh- und Wahrnehmungsdefizite zu minimieren, Strategien zu deren Kompensation zu entwickeln und die Anwendung des Sehens im Alltag zu trainieren.
Literatur
- Wolfram Aust: Pleoptik und Orthoptik. Eine praktische Anleitung zur konservativen Therapie des Begleitschielens. 2. A. Karger, Basel u. a. 1973 ISBN 3-8055-1576-6
- Joachim Otto: Lehrbuch und Atlas der Orthoptik. Huber, Bern u. a. 1975 ISBN 3-456-80133-5
- Martin Klett/Ellen Kraus-Mackiw (Hrsg.): Visuelle Orientierung. Thieme, Stuttgart/New York 1989 ISBN 3-13-727301-3
- Christine Paul: Reha-Sehtraining. Therapieleitfaden für Orthoptistinnen. Diagnostik und Therapie zerebraler Sehstörungen nach erworbenen Hirnschäden. Praefcke, Ravensburg 1995 ISBN 3-9801412-1-7
- George Pennington: Vom Schielen und Schauen. Ein Übungsbuch für Fehlsichtige. Haug, Heidelberg ISBN 3-7760-1524-1
- Susanne Vogel: Sehen, wahrnehmen, erkennen. Eine praktische Sehschule. Staackmann, München 1998 ISBN 3-88675-065-5
- Indikationskatalog Orthoptik. 2. Aufl., Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands, Nürnberg 2002 [1]
Weblinks
- BOD Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e.V.
- VDOÖ Verband der diplomierten Orthoptistinnen Österreichs
- SVO/ASO Schweizerischer Verband der Orthoptistinnen und Orthoptisten
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Orthoptik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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