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Eine Hornbrille ist ursprünglich die Bezeichnung für eine Brillemit Brillengestell aus Hirsch- oder Rinderhorn. Mittlerweile ist daraus jedoch ein Gattungsbegriffgeworden, der allgemein dunkle, klobige Brillengestelle bezeichnet.
Die Hornbrille als vorherrschende Brillenform findet heutzutage nur noch wenig Verbreitung. In den fünfziger und sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhundertswar das anders. Es ließ sich eine weite Verbreitung in Politik- und Wirtschaftskreisen feststellen. Prominente Hornbrillenträger waren damals Henry Kissinger, Hanns Martin Schleyer, Herbert Wehnerund Buddy Holly. Insbesondere Hans-Jürgen Wischnewskiwurde derart mit seiner Hornbrille assoziiert, dass Hornbrillen von besonders üppiger Schwere als Wischnewski-Brillen bezeichnet wurden.
In jüngster Zeit erlebt die Hornbrille als modisches Accessoiretrendbewusster Jugendlicher und junger Erwachsener eine Renaissance. Die mit dem Tragen einer Hornbrille gemeinhin assoziierte Spießigkeit soll dadurch bewusst konterkariert werden, wodurch der Träger seine Grundhaltung über den Dingen zu stehen verdeutlichen will.
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Hans-Jürgen Wischnewski mit 1970er-Jahre Hornbrille(Bild bei stern.de)
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