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Lebenshilfe bedeutet, Menschen dabei zu helfen, ihren Alltagzu meistern. Viele Menschen sind zeitweise oder auch langfristig nicht in der Lage, dies weitgehend selbstständig zu organisieren. Manchmal aus physischen, manchmal aus kognitivenGründen. Ihnen eine "Hilfe zur Alltags- und Lebensbewältigung" zu bieten ist die Aufgabe und der Wunsch anderer Menschen. Diese Menschen nennen sich selbst "Lebenshelfer". Es gibt viele Menschen, die sich selbst nicht helfen können, und es gibt mehr Menschen, die ihnen zur Seite stehen.
Die Lebenshilfe e.V. ist ein gemeinnützigerVerein, der sich in vielen Ländern als Dienstleisterin und Interessensvertretung für die Belange von Menschen mit insbesondere geistiger Behinderungund ihrer Familieneinsetzt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Begrifflichkeiten
- 2 Grundziele
- 3 Struktur
- 4 Geschichte
- 5 Sonstiges
- 6 Weblinks
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Begrifflichkeiten
Zunehmend wird der Audruck "geistige Behinderung" kritisiert, da er von vielen Menschen als definitorisch unscharf und teils auch als diskriminierend empfunden wird. Einige Ortsverbände der Lebenshilfe haben aufgrund ihrer Öffnung für anderen Behindertenrichtungen den Begriff "geistige" schon aus ihrem Namen gestrichen, während andere bei der alten Bezeichnung geblieben sind. In einer von der Bundesvereinigung Lebenshilfe herausgebrachten Informationsbroschüre (Gemeinsam kommen wir weiter- Lebenshilfe auf dem Weg in die Zukunft / Dezember 2005) wird bereits eingeräumt, dass "geistige Behinderung .. vielleicht kein Wort für die Zukunft" sei und man es nur solange weiter verwende, bis ein besserer Begriff gefunden wird.
Die Lebenshilfe Österreich hat sich z.B. bereits dazu entschlossen, sich auf Bundesebene nunmehr "Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung" zu nennen und auf das "geistiger" vollständig zu verzichten. Momentan wird über Alternativen nachgedacht; es soll "eine neue Definition und eine Klassifikation gefunden werden, die auf der Beschreibung von kognitivenFähigkeiten" basiert (Quelle: Lebenshilfe-Zeitung, 12/2005, Seite 10)
Grundziele
Durch seine Aktivitäten möchte die Lebenshilfe erreichen, dass Menschen mit Behinderung durch möglichst individuell bedarfsgerechte Hilfen so selbständig und normal (im Sinne des Normalisierungsprinzips) leben können wie möglich. Dazu bietet er selbst Hilfen und Dienstleistungen an und vertritt in der Öffentlichkeit und auf politischer Ebene die Interessen von Menschen mit Behinderung.
Struktur
Die Lebenshilfe gründet sich auf rechtlich selbständige Ortsvereine, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Ausgelöst wurden die Gründungen häufig durch die Initiative der Eltern von Kindern mit Behinderung. Auch die Gründung der Lebenshilfe selbst ist auf das Engagement von Eltern von Kindern mit Behinderung zurückzuführen.
Die Ortsvereine sind häufig Träger von Lebenshilfe-Einrichtungen vor Ort, z.B. von Frühförderstellen, Wohnstätten, Werkstättensowie Bildungs- und Erholungseinrichtungen. Seit einigen Jahren gehört oft auch das ambulant Betreute Wohnenzu den Angeboten.</br>
Als übergeordnete Strukturen bestehen in den einzelnen BundesländernLandesverbände. Die Bundeszentrale der Lebenshilfe hat ihren Sitz in Marburg. An die Zentrale sind unter anderem ein eigener Verlag (Lebenshilfe-Verlag) und ein Fortbildungsinstitut angegliedert.
Geschichte
Im November 1958entstand die Lebenshilfe als Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind durch Elterninitiative. Zehn Jahre später hatte der Verein bereits über 300 Orts- und Kreisverbände und 38.000 Mitglieder; in Sonderkindergärten, Schulen und Werkstätten betreute er über 18.000 Menschen. Ab dieser Zeit bot die Lebenshilfe auch die Wohnplätze in Wohneinrichtungen an.
Bis zur Wiedervereinigungstieg die Zahl der Orts- und Kreisvereinigungen auf 400; 1988hatte die Lebenshilfe 100.000 Mitglieder.
In der DDRwurde 1990zunächst eine eigene Lebenshilfe gegründet; allerdings erfolgte noch im selben Jahr der Zusammenschluss mit der Bundesvereinigung. Nach der Einführung des neuen Lebenshilfe-Logos 1995wurde im Folgejahr auch der Name geändert; der Verband trat fortan als "Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V." auf. Mittlerweile ist der Ausdruck "geistige Behinderung" vielerorts in die Kritik geraten, sodass insbesondere Ortsverbände der Lebenshilfe zunehmend auf das Wort "geistige" im Namen verzichten.
Im Jahr 2002bestanden 533 Orts- und Kreisvereinigungen, die Lebenshilfe hatte über 133.000 Mitglieder.
Sonstiges
Als Partner des Deutschen Behindertensportverbandes(DBS) ist die Lebenshilfe Deutschland, vertreten durch den Landesverband Nordrhein-Westfalenund die Bundesvereinigung, mit verantwortlich für die Planung und Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft der Menschen mit Behinderungim Jahr 2006 in Deutschland (siehe auch Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung).
Weblinks
- www.lebenshilfe.de- Internetseite der Bundesvereinigung Lebenshilfe
- www.lebenshilfe.at- Österreichische Lebenshilfe
- www.lebenshilfe.it- Lebenshilfe Südtirol
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