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Unter einer periventrikulären Leukomalazie (PVL) wird in der Medizin eine der häufigsten durch erheblichen Sauerstoffmangelverursache Schädigung der weißen Substanzim Gehirnverstanden. Die PVL tritt besonders häufig bei frühgeborenen Kindernim Säuglingsalterauf.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Häufigkeit
- 2 Ursache
- 3 Auswirkungen
- 4 Diagnose
- 5 Behandlung
- 6 Weblinks
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Häufigkeit
Bei etwa 5 von 100 Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von unter 1,5 kg kann eine periventrikulären Leukomalazie diagnostizert werden.
Ursache
Bei der periventrikulären Leukomalazie ist es durch einen Sauerstoffmangel, wie er z.B. bei Atemstörungen oder Mangeldurchblutung auftritt, zum Absterben von Hirnzellenim dorsalenund lateralenBereich der Seitenventrikel(= periventrikulär) gekommen. Die Läsionbedingt eine Erweichung der weißen Substanz. Die Schädigung kann bereits vorgeburtlich (= pränatal) entstanden sein.
Auswirkungen
In der weißen Substanz liegen motorische Nervenzellen, durch die Willkürbewegungenmöglich sind. Aufgrund der Schädigung in diesem Bereich durch die periventrikulären Leukomalazie entstehen Zystenin den sensiblen Hirnregionen; zunächst in der weißen Substanz, später dann auch in den seitlichen Hirnventrikeln. Es kommt dadurch bei den Kindern zu unterschiedlich starken Ausfällen motorischerFunktionen, die von der Ausprägung der Veränderungen abhängig sind. Die Bewegungsstörungen betreffen oft den Bereich der Beine(Diplegie) und manchmal auch die Arme; es kommt zu Spastiken. Beeinträchtigungen der kognitivenFunktionen sind bei schweren Schädigungen ebenfalls möglich. Es kann zur Entwicklung einer Epilepsie(z.B. West-Syndrom) kommen.
Diagnose
Bei jüngeren Kindern ist eine Diagnose der periventrikulären Leukomalazie durch Ultraschallmöglich, bei älteren Kindern (ca. ab dem Alter von 24 Monaten) ist die Kernspintomografie(MRT) das diagnostische Mittel der Wahl. Eine Prognose zur Entwicklung des Kindes ist durch die Interpretation des Bildes schwierig bis unmöglich; die tatsächliche individuelle Entwicklung eines Kindes kann nicht vorausgesagt werden.
Behandlung
Die Auswirkungen im Bereich der Motorik können durch Krankengymnastikbehandelt werden.
Weblinks
- Periventrikuläre Leukomalazie und perinatale telenzephale Leukoenzephalopathie - ein und dieselbe Krankheit? - Eine neuropathologische Studie anhand von 10 Falldarstellungen
- Periventrikuläre Leukomalazie : Untersuchung Cytokin-induzierter Schädigungen von Oligodendrocyten-Vorläuferzellen und Protektion durch Corticoide
Seitenkategorien: Fehlbildung| Behinderung| Neurologie
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