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Chirurgische Instrumente

Zu den chirurgischen Instrumenten zählen alle medizinischen Instrumentedie vornehmlich in der ChirurgieVerwendung finden.
Da die Chirurgie eine Kunst ist, bezeichnet sie ihre Werkzeuge als Instrumente.
Weil chirurgische Instrumente in offenen Wunden eingesetzt werden, findet bei ihrer Fertigung vornehmlich Edelstahl, aber auch TantalVerwendung. Auch Silberwurde und wird verwandt, seit man weiß, dass auf Oberflächen aus metallischem Silber Mikroorganismen nur sehr kurz überleben können. Dies ist nicht nur von Nachteil, weil Silber beim Sterilisationsprozess schnell korodiert und rauh wird, was wiederum die mechanische Säuberung erschwert und damit die Sterilität beeinträchtigt.

Häufig tragen sie die Namen von altehrwürdigen Chirurgen (z.B.:Kocher-Klemmenach Kocher), die sie entwickelt haben, oder denen sie gewidmet wurden. Heute kommen immer mehr Universitäten (z.B.: Charité-Inserter) oder Firmennamen in Mode. Auch sind Instrumente in Katalogen zu finden, die mit Mod.n. Name gekennzeichnet sind, nach dem jüngsten Weiterentwickler (z.B.: Stanze, Mod.n. Thal, dem berühmten Neurochirurgen)

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Klassen von Instrumenten
    • 1.1 zufassende Instrumente
    • 1.2 schneidende Instrumente
    • 1.3 haltende Instrumente
    • 1.4 Optiken
    • 1.5 Kombinierte Instrumente

Klassen von Instrumenten

Chirurgische Instrumente lassen sich folgendermaßen unterteilen:

zufassende Instrumente

Mit denen ein spezifisches Gewebe sicher und möglichst schohnend gefasst werden kann. Auch das "Abklemmen" kommt hier in Frage.

schneidende Instrumente

Messer, Scheren, Elektrotom, Kauter, Ultraschallmesser und Ähnliche.

haltende Instrumente

Alle Formen von Retraktoren, Spreizern, Spekula, "Haken".

Optiken

Wie Endoskope.

Kombinierte Instrumente

  1. Endostapler, Klammernahtgeräte, die zugleich eine größere Wunde verklammern und präzise schneiden, dabei auch noch sicher, steril und atraumatisch halten.
  2. Kombinierte Nadelhalter, die als Universalnahtgerät sowohl fassen, als auch schneiden können.

Gerade letztere sind bei vielen Operateuren trotz ihrer Möglichkeiten immer noch wenig beliebt. Möglicherweise vermuten sie Zwischenfälle wegen Falschanwendung, möglicherweise fürchten sie auch bald alleine nähen zu müssen, wo es sich doch zu zweit sehr gut arbeitet! Der wahre Grund für die Ablehnung von Kombi-Instrumenten ist wahrscheinlich die schlechte Wartungstauglichkeit (die erfahrungsgemäß in einer Nicht-Wartung endet). Ein Nadelhalter mit eingebauter Schere ist definitiv nicht nachschärfbar, bzw kann keine Hartmetallbacken haben. Das Ergebnis ist ein äußerlich optimiertes und großartiges Instrument, das jedoch eine sehr geringe Standzeithat. Es mag zwar ökonomisch sein, wenn ein Chirurg alleine zunäht, und der Nadelhalter dafür alle 3 OP's weggeworfen wird, die Erfahrung lehrt jedoch: Das Management tauscht beschädigtes Werkzeug erst nach der 3. Reklamation aus, auch wenn das Gegenteil bei der Beschaffung behauptet wurde. Das Resultat ist, dass die meiste Zeit mit schlechtem oder defektem Werkzeug gearbeitet werden muss.

Von "http://de.wikipedia.org/Chirurgische_Instrumente"



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