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Pilonidalzyste

Die Pilonidalzyste (Sinus pilonidalis) ist eine Fistelbildungoberhalb den Steißbeines, deren genaue Ursache noch nicht erforscht wurde. Zwei Theorien zur Ursache gibt es:

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ursachentheorie
    • 1.1 Angeborene Pilonidalzyste
    • 1.2 Erworbene Pilonidalzyste
  • 2 Stadien
    • 2.1 blande Verlaufsform
    • 2.2 Akut abszedierender Verlaufsform
    • 2.3 Chronischer fistelnder Verlauf
  • 3 Diagnosestellung
  • 4 Therapie
    • 4.1 Ablauf der Operation

Ursachentheorie

Angeborene Pilonidalzyste

Anhand dieser Theorie verbleibt nach der Embryonalzeiteine Öffnung am Ende des Neuralrohres (Neuroporus) erhalten. Diese Öffnung stellt eine Verbindung zwischen Steißbeinspitze und Analranddar.

Erworbene Pilonidalzyste

Die Pilonidalzyste entsteht durch das Eindringen von Haarenund Epidermis. Grund dafür sind meist eine schlechte Körperpflegeund Hygiene, sowie starke Behaarung in der Dammregion.

Stadien

Bild:P7060039.JPG
Fistelöffnung oberhalb des Steißbeines

blande Verlaufsform

Die blande Verlaufsform ist die schwächste Form. Sie zeigt keinerlei Entzündungszeichen auf. Nur wenige Fistelöffnungen sind an der Hautoberfläche zu finden (1-2).

Akut abszedierender Verlaufsform

Durch Schwitzen und Reibung, beispielsweise von rauher Unterwäsche, und starke Behaarung in der Region führen zur Infektionund Eiterbildung.

Chronischer fistelnder Verlauf

Es finden sich keine akuten Entzündungszeichen, dafür aber eine dauerhafte Absonderung (Fistelsekretion) in Form von Eiter oder blutiger Flüssigkeit. Es besteht Juckreiz, die Unterwäsche wird mit Eiter oder Blut verschmiert.

Diagnosestellung

Die Diagnosestellung ist auf Grund der Krankheitsgeschichte und Schilderung der Beschwerden relativ einfach. Eine einfache Untersuchung in der Steißbeinregion genügt. Es finden sich dann eine Fistelöffnung sowie Entzündungszeichen der Region.

Therapie

Die konservative Therapie(also ohne Operation) mit Hilfe von Salben, Sitzbäder, Eisbeuteln, etc. sind ein absoluter Ausnahmefall in der modernen Medizin. In jedem Fall sollte eine chirugische Sanierung erfolgen.

Da sich hinter der Fistelmeistens eine Dermoidzysteversteckt, sollte eine radikale Excisionausschneiden durchgeführt werden um ein erneutes Auftreten zu vermeiden.

Ablauf der Operation

Bild:Pinomidalzyste.JPG
herausoperierte Zyste

Die Operation verläuft unter Vollnarkose. Es kann ein Krankenhausaufenthaltvon drei bis vier Tagen nötig sein. Immer öfter aber werden diese Operationen ambulantdurchgeführt.

Nach Einleiten der Narkosewird Methylenblauin die Fistelöffnung gespritzt, um die Fistelkanäle sowie Zystenhöhle zu färben. Der Hautschnitt wird in ovaler Form um den Abszessherum gesetzt. Die Fistel muss dann breit umschnitten werden. Die Schnittführung muss bis auf die Knochenhaut des Steißbeins reichen. Erst hier werden die Haut und das Fettgewebe mit dem Fistelkanal scharf von der Knochenhautabgetrennt. Das Abschaben des restlichen Gewebes von der Knochenhaut ist ein entscheidender Schritt, um das erneute Auftreten zu vermeiden. Wenn nur eine kleine Fistel mit geringen Entzündungszeichen vorhanden war, kann eine primäre (in derselben operativen Sitzung) Naht beziehungsweise ein primärer Hautverschluss durchgeführt werden. Lag eine stark infizierte Fistelbildung vor, ist in jedem Falle die sekundäre Wundheilung (offene Wundheilung) anzustreben.

Von "http://de.wikipedia.org/Pilonidalzyste"



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