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Pylorusstenose

Die Pylorusstenose beschreibt eine Verengung im Bereich des Schließmuskelsdes Magenausganges (Pylorus). Diese kann angeboren oder erworben sein. Sie führt zu einer gestörten Passage des Mageninhalts in den Zwölffingerdarm und somit zu unstillbarem Erbrechen. Die Behandlung besteht in der Regel in einer operativen Korrektur der Engstelle.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Angeborene Pylorusstenose
    • 1.1 Ätiologie und Epidemiologie
    • 1.2 Symptome
    • 1.3 Diagnose
    • 1.4 Therapie
      • 1.4.1 konservativ
      • 1.4.2 operativ
    • 1.5 Komplikationen
  • 2 erworbene Pylorusstenose
    • 2.1 Ätiologie
    • 2.2 Symptome
    • 2.3 Diagnose
    • 2.4 Therapie

Angeborene Pylorusstenose

Ätiologie und Epidemiologie

Die pathologischen Veränderungen bestehen zunächst in einer Verkrampfung der glatten Muskulatur des Schließmuskels. Dadurch entsteht in der Folge eine Hypertrophiedes Pylorus mit der Folge einer Magenausgangsstenose. Die Erkrankung findet zeichnet sich durch eine ausgeprägte Knabenwendigkeit (10 Jungen : 1 Mädchen) aus. Der Erkrankungsgipfel liegt bei drei Wochen nach der Geburt.

Symptome

Direkt nach einer Mahlzeit erkennt man die deutliche Magenperistaltik auf der Bauchoberfläche im Oberbauch. Z. T. ist der vergrößerte Pylorus tastbar. Anschließend kommt es etwa eine halbe Stunde nach der Mahlzeit zu einem nicht-galligen Erbrechenim Schwall. Durch die behinderte Nahrungspassage sind die betroffenen Kinder unterernährt, untergewichtig, ständig hungrig und entsprechend unzufrieden.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt anhand der Symptome und des Ultraschalls. Mit dem Ultraschall läßt sich der hypertrophe Pylorusmuskel nachweisen. Bei einer Laboruntersuchung findet man einen Chloridmangelund eine hierdurch bedingte Verschiebung des Säure-Basen-Haushaltes in Richtung Alkalose. Bei der Röntgen-Abdomen-Übersichtsaufnahme ist eine große Magenblase auffällig. Die Diagnose kann in einer Kontrastmittel-Untersuchung gesichert werden.

Therapie

konservativ

Korrektur der bei chronischem Erbrechen häufigen Exsikkose und der Alkalose. Spasmolytika und kleine Mahlzeiten.

operativ

Durchführung einer Pyloromyotomie nach Weber-Ramstedt. Dabei wird der Pylorus-Muskel längsinzidiert und stumpf bis zur Mukosa(bleibt erhalten) gespalten.

Komplikationen

Die fehlende Nahrungsaufnahme und das rezidivierte Erbrechen kann zu ausgeprägten Entgleisungen des Stoffwechsels führen (z. B. "Coma pyloricum" uvm.)

erworbene Pylorusstenose

Ätiologie

Eine erworbene Pylorusstenose kann durch Entzündungen, Tumore und Magen- bzw. Duodenalulzeraentstehen.

Symptome

Stase des Speisebreis, Erbrechen, Exsikkose, Alkalose, deutliche Magenperistaltik, Schwäche u. a.

Diagnose

Bei der Abdomen-Übersichtsaufnahme ist eine große Magenblase auffällig. Die Diagnose kann in einer Kontrastmittel-Untersuchung gesichert werden. Mit dem Ultraschall läßt sich der hypertrophe Pylorusmuskel nachweisen.


Therapie

Unterschiedliche Maßnahmen, um die zugrundeliegende Erkrankung zu therapieren. Operativ stehen unterschiedlich Verfahren zur Verfügung (z. B. Pyloromyotomie u. a.)





Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pylorusstenose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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