|
Unter Juckreiz (lat. Pruritus) versteht man eine unangenehme Empfindung der Haut, die Kratzen provoziert. Oft ist der Juckreiz das Symptomfür eine Krankheit. Die Botenstoffe oder Mediatoren, die das Jucken auslösen, u.a. Histamin, welches z. B. von Makrophagenfreigesetzt wird, können aber auch durch Medikamente, Nahrungsmittel, Allergene, Kontaktstoffe und ähnliches freigesetzt werden.
Es wird vermutet, dass Juckreize auf der Haut von denselben Rezeptorenwahrgenommen werden wie Schmerz. Deshalb ist das Kratzen auch die verbreitetste Abwehrreaktion: mit Kratzen und Scheuern versucht man, das Empfinden von Jucken auf Schmerz umzustellen. Schmerz klingt normalerweise nach relativ kurzer Zeit ab, verstärktes Jucken kann aber auch zu Läsionen der Dermis und somit zu einer positiven Rückkopplung führen.
Die häufigste Ursache für Juckreiz sind Hauterkrankungen wie Ekzemeoder Neurodermitis. Beim Gesunden wird Juckreiz ausgelöst vor allem durch mechanische und chemische Signale. Juckreiz entsteht auch bei Parasitenbefalloder als psychogener Juckreiz bei bestimmten psychischen Krankheiten.
Siehe auch
Neuropeptide, C-Fasern, Urtikaria, Krätze, Mückenstich
Weblinks
- Ausführliche Informationen zum Thema Juckreiz (als PDF)en:Itch
fr:Prurit
io:Prurito
nl:Jeuk (prikkel)
Seitenkategorien: Dermatologie
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Juckreiz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|