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Koloskopie

Eine Koloskopie (Darmspiegelung) dient der Untersuchung des Dickdarmesund meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarmes.


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorbereitung
  • 2 Methode
  • 3 Siehe auch
  • 4 Weblinks

Vorbereitung

Vor der Untersuchung muss der Dickdarm entleert werden, damit die Untersuchung nicht durch Stuhlreste behindert wird. Dafür wird am Vortag oder gelegentlich auch einige Stunden vor der Untersuchung ein starkes Abführmittelmeistens in Form einer orthograden Darmspülungverabreicht, seltener als Einlauf. Das Abführen finden viele Patienten als sehr belastend und unangenehm. Wer die zumeist 3 bis 5 Liter PEG-Abführlösung nicht trinken kann oder will, der kann diese Lösung auch über eine Magensondeerhalten, einige Patienten bevorzugen diese Methode sogar. Es gibt auch die Möglichkeit, mit der Kombination von osmotischen und motilitäts- und sekretionsbeeinflussenden Abführmitteln den Darm zu reinigen, zwar muss der Patient dabei auch viel trinken (Tee, Wasser etc.), aber das Trinken fällt ihm meistens leichter. Der Nachteil dieser Methode liegt darin, dass es hier häufiger zu Elektrolytverschiebungen im Wasser- und Mineralhaushalt des Körpers kommt, die Kreislaufbelastung höher sein kann und der Darm nicht ganz so sauber wird. Die Koloskopie wird entweder in einer Praxis oder einer Klinik von einem Arzt durchgeführt. Man kann zu dieser Untersuchung auf Wunsch ein leichtes Beruhigungsmittel (Sedierung) gespritzt bekommen, um die Untersuchung angenehmer zu gestalten. Inzwischen wird die Untersuchung auch häufig unter Kurznarkosedurchgeführt, sodass die Patienten von der gesamten Prozedur nichts mitbekommen.

Methode

Das flexible Koloskopist etwa fingerdick und zirka 1,2 bis 1,8 Meter lang. Zu Beginn der Untersuchung liegt der Patient mit leicht angewinkelten Beinen auf der linken Seite und muss sich während der Untersuchung nach Anweisung auf den Rücken drehen. Das Instrument wird unter Sicht mit Begradigungs- oder Umlagerungsmanövern vorgeschoben bis der Beginn des Dickdarmes (Kolon) bzw. der letzte Teil des Dünndarmes(terminales Ileum) erreicht ist. Beim Zurückzug des Koloskops wird dann mittels Luftinsufflation der Darm zur Entfaltung der Schleimhaut erweitert und muss sorgfältig auf eventuelle Schädigung hin untersucht werden.

Die Untersuchung dauert normalerweise etwa 15 Minuten. Dabei können Entzündungen, Engstellen, Divertikel(Aussackungen) und so genannte Polypenentdeckt werden. Polypen können im Laufe mehrerer Jahre zu Dickdarmkrebs(siehe auch Adenom-Karzinom-Sequenz) werden und sollten deshalb (auch im Rahmen von Vorsorge-Koloskopien) entfernt werden. Auch können Blutungenendoskopischbehandelt werden.
Die Begradigungsmanöver können dabei leichte Schmerzen erzeugen; ebenso kann das zur Darmentfaltung eingeblasene Luftvolumen von einigen Litern während und nach der Untersuchung Blähungen und Beschwerden verursachen.

Siehe auch

  • Gastroenterologie
  • Magenspiegelung
  • Rektoskopie


Weblinks

  • Artikel bei Netdoktor
  • Artikel bei Yavivo
  • Bebilderter Artikel des Universitätsklinikums Heidelberg



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Koloskopie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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