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Ossifikation oder auch Osteogenese (von lat.Os = "Knochen") ist die Bildung von Knochengewebeim Wachstum, nach Brüchenoder bei pathologischer (krankhafter) Verknöcherung. Während der Entwicklung können Knochen auf zwei Wegen entstehen:
- aus Bindegewebe: desmale Osteogenese (Ossifikation)
- aus Knorpelgewebe: chondrale Osteogenese (Ossifikation)
Inhaltsverzeichnis
- 1 Desmale Ossifikation
- 2 Chondrale Ossifikation
- 3 Knochenumbildung
- 4 Knochenwachstum
- 5 Siehe auch
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Desmale Ossifikation
Bei der desmalen Ossifikation entsteht das Knochengewebe direkt aus dem embryonalen Bindegewebe (Mesenchym). So gebildete Knochen nennt man Bindegewebs-, Deck- oder Belegknochen. Auf diese Art und Weise entstehen die Knochen des Schädeldachsund des Gesichtsschädels, sowie das Schlüsselbein. Mesenchymzellen differenzieren sich zu Osteoblastenund diese bilden die Knochengrundsubstanz, die anschließend mineralisiert. Dabei mauern sie sich allmählich selbst ein und werden zu Osteozyten.
Chondrale Ossifikation
Bei dieser Form entstehen aus dem Mesenchymzunächst knorpelige Skelettelemente, das Primordialskelett. In dieses sprießen Blutgefäßeein und Chondroklastenbauen den Knorpel ab, Osteoblastenan seiner Stelle Knochen auf. Man nennt diese Knochen auch Ersatzknochen.
Bei kurzen Knochen erfolgt die Verknöcherung von innen her (enchondrale Ossifikation). Bei langen Knochen bildet sich zunächst um die Mitte eine knöcherne Hülse (perichondrale Ossifikation). Anschließend entstehen in beiden Enden wieder im Inneren Knochenbildungszonen (enchondrale Ossifikation). Die Punkte von denen die Verknöcherung ausgeht nennt man Knochenkerne oder Ossifikationszentren. Die Ossifikationszentren entstehen bei Nestflüchternvor, bei den Nesthockernzumeist erst nach der Geburt.
Knochenumbildung
Sowohl durch desmale als auch der chondrale Ossifikation und auch bei der Heilung von Knochenbrüchen entsteht zunächst Geflecht- oder Faserknochen. Hier sind die Kollagenfibrillender Knochengrundsubstanz noch ungeordnet. Faserknochen hat eine große Wachstumspotenz aber eine geringe mechanische Festigkeit. Durch mechanische Beanspruchung (formative Reize) kommt es durch Osteoklastenund Osteoblastenzu einem Umbau in den stabileren Lamellenknochen.
Knochenwachstum
Kurze und platte Knochen wachsen durch äußere Anlagerung von Knochensubstanz. Auf diese Weise erfolgt auch das Dickenwachtum der langen Knochen.
Das Längenwachstum der langen Knochen erfolgt im Bereich einer Knorpelscheibe zwischen dem perichondral entstandenen Mittelstück (Diaphyse) und dem enchondral entstandenen Endstück (Epiphyse). Man nennt diese Knorpelplatte auch Epiphysenfuge oder Wachstumsfuge. Hier vermehren sich zunächst die Knorpelzellen und der produzierte Knorpel wird in Richtung Diaphyse allmählich in Knochen umgebaut. Frakturenoder mechanische Traumenin diesem Bereich können dazu führen, dass die Fuge das Wachstum einstellt und der Knochen nicht mehr wächst. Mit dem Wachstumabschluss verschwindet diese Knorpelplatte vollständig und Dia- und Epiphysen wachsen knöchern zusammen. Die Grenze ist aber häufig noch als Fugenline (Linea physealis) zu erkennen.
Siehe auch
- Fibrodysplasia ossificans progressiva
- Osteogenesis imperfecta
- Achondroplasie
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