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Ernährung

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Ernährung ist eine Basis für die Lebenserhaltung jedes Lebewesen(biologisch: Trophie). Für den Menschensteuert sie in wesentlichen Zügen sein körperliches, geistiges, psychischesund sozialesWohlbefinden. Der bewussteUmgang mit Nahrungund Trinkenist eine Dimension der menschlichen Kulturund aller Religionen(siehe auch Ernährungssoziologie).


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Lebensmittel

Unter menschlicher Ernährung versteht man die Versorgung von Menschen mit Nahrung in Form von Lebensmittelnund Genussmitteln. Die Aufnahme der Nahrungsmittelgeschieht durch die oraleZufuhr dem Leben dienlicher Stoffe in Form von Speisenund Getränken.

Der menschlichen Ernährung dienen rohe, gekochteoder anders zubereitete, frische oder konservierteLebensmittel. Mit der Erforschung der Ernährung befasst sich die Ernährungswissenschaft(siehe auch Ökotrophologie). Fehlfunktionen der Nahrungsaufnahme werden als Ernährungsstörungenbezeichnet.

Eine hochwertige Ernährung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Gesundheit des Menschen. Durch die Aufnahme minderwertiger oder schädlicher Lebensmittel kann die körperliche Gesundheit nachhaltig beschädigt oder zerstört werden. Hierdurch entsteht ein großer Teil der gesundheitlichen Probleme der Bevölkerung. Folgen einer falschen Ernährung zeigen sich oft erst Jahrzehnte später.


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ernährungsformen
  • 2 Ernährung in der menschlichen Evolution
    • 2.1 Medizinische Spezialformen der Ernährung
  • 3 Probleme bei der Ernährung
  • 4 Literatur
  • 5 Siehe auch
  • 6 Weblinks

Ernährungsformen

Es gibt eine unüberschaubare Vielzahl von Ansichten, Theorien und Lehren über den Aufbau einer guten Ernährung, beispielsweise die Theorien von der Vollwerternährung, die Rohkost-Lehre, die Ernährung nach den fünf Elementenaus der Traditionellen Chinesischen Medizin, die Ayurveda-Lehre, die Makrobiotik(Ernährungswissenschaft aus der Perspektive von Yin und Yang), die Trennkost-Lehre, die Steinzeiternährungund viele mehr.

Zunehmend betätigt sich auch die Ernährungs-, Pharma- und Nahrungsergänzungsmittel-Industrie in der Verbreitung von Ernährungsregeln.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährunghat 10 Regelnformuliert, die helfen sollen, genussvoll und gesund erhaltend zu essen.

Ernährung in der menschlichen Evolution

Die Frage nach einer "natürlichen" menschlichen Ernährung ist immer wieder Gegenstand vehementer Debatten gewesen. Besonders die Frage nach der Ernährungsweise der Urmenschen oder Vormenschen geben immer wieder Anlass zu Spekulationen. Während einige überzeugte Veganer/Vegetarier von reiner Pflanzenkost beim Urmenschen ausgehen, wird dies von Vertretern einer omni- oder carnivoren Ernährungsweise bestritten. Bei der größten Gruppe der vormenschlichen Hominiden - den Australopithecinen- geht man von einer überwiegend pflanzlichen Kost aus, da diese Gattung noch nicht über das nötige manuelle Geschick zur Fleischzubereitung verfügte ( z.B. Häuten /Zerteilen eines Tierkadavers). In der Übergangsgruppe zur Gattung Homo, dem Homo Habilis, entwickelten Vertreter dieser Hominiden-Art dann dieses Geschick. So konnten die sogenannten Habilinen Teile aus einem Kadaver wie etwa das nahrhafte Knochenmark verwerten. In der Weiterentwicklung zum Homo erectusnahm das Hirnvolumen des Menschen immer weiter zu. Viele Wissenschaftler gehen von dem erhöhten Stellenwert tierischer Proteine in dieser Phase aus. Allerdings muss dabei betont werden, dass die ostafrikanischen Savannen mit ihrer spezifischen Vegetation dem Menschen keine adäquate Pflanzenkost bieten konnten. Es überwogen Gräser und harte Wurzeln. Gräser etwa können vom menschlichen Organismus grundsätzlich nicht verwertet werden. Harte Wurzelkost konnte nur von der Australopithecinen-Untergruppe Paranthropus robustusverwertet werden. Dieser vegetarisch sich ernährende Hominide zeichnete sich durch ein kräftiges Gebiss aus. Da die Vertreter der Homo-Gattung dagegen nur über ein kleines Gebiss verfügten, kam dieses Nahrungsangebot nicht in Frage. Spätestens vor 500.000 Jahren sind in Europa durch Funde von Waffenresten eindeutige menschliche Jagdaktivitäten und damit ein stetig wachsender Fleischanteil in der Ernährung belegt. Durch Erhitzen und raffinierte Formen der Nahrungszubereitung sowie durch Landwirtschaft wurden Pflanzen wieder in ihrem Stellenwert aufgewertet. Grundsätzlich kann heute nicht von einer einzigen "natürlichen" Ernährungsweise des Menschen gesprochen werden. Die Vorteile des Menschen liegen gerade in der Unbestimmtheit seiner Ernährung. Damit konnte sich der Homo Sapiensan jedes Öko-System der Erde anpassen. Während die Evenki in Sibirien oder die Inuit- ebenso auch der Neandertaler- sich überwiegend fleischlich ernähren, leben die Völker auf den Anden in erster Linie von pflanzlichen Nahrungsmitteln. Eine ausreichende Pflanzenkost ist ferner für den menschlichen Organismus wichtig, da er im Gegensatz zu den Organismen von reinen Fleischfressern wie Löwen, Tigern, Wölfen, etc. selbsttätig kein Vitamin C synthetisieren kann.

Medizinische Spezialformen der Ernährung

In der Schulmedizin gibt es verschiedene Spezialformen der Ernährung:

  • sich enterale Ernährung = Ernährung über den Darm
    • Normale oraleErnährung
    • Sondenernährung
    • PEG Sonde
  • parenterale Ernährung = Ernährung am Darm vorbei
    • intravenöseErnährung
      • durch Dauertropfinfusion, z. B. von Eiweißlösungen (Aminosäurengemische), Kohlenhydraten (Glucose in Ringerlösungoder physiologischer Kochsalzlösung), Fetten und Vitaminen.
    • Subcutantherapie
  • keimfreie Ernährung bei Patienten mit schwerer Abwehrschwäche Immunsuppression(auf keimfreier Station).
  • künstliche Ernährung
  • Ernährung ohne die Mithilfe des Patienten mittels Sondeoder als parenterale Ernährung z. B. bei Bewusstseinsstörung.
  • passierte Ernährung = zerkleinerte Ernährung, bei Kauproblemen, Schluckschwierigkeiten (Dysphagie, Achalasie) oder Magenproblemen
  • "Astronautenkost" = leicht resorbierbare Kost ohne Ballaststoffe, um eine möglichst geringe Stuhlgangsfrequenz zu erreichen
  • kalorienreduzierte Ernährung bei Übergewicht
  • Aufbaukost bei Unterernährung

Probleme bei der Ernährung

Im Allgemeinen kann man drei Formen von falscher Ernährung unterscheiden. Bei allen kommt es zu Beeinträchtigungen der körperlichen Funktionen, z. B. der Organe, des Immunsystems, des Bewegungsapparates, der Haut und des Wachstums von Kindern. Man unterscheidet:

  • Überernährungund Adipositas(beispielsweise durch eine zu hohe Energieaufnahme)
  • Unterernährungund Hunger(z. B. durch Hungersnöte, Kriegeund Naturkatastrophen, auch durch Krebs, HIVund Essstörungen)
  • Fehlernährungund Vitaminmangel(beispielsweise durch mangelndes Wissen über die Nahrungoder falsche Zubereitung der Speisen)

Literatur

  • Claus Leitzmann: Welternährung zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Die globale Ernährungssituation. Biologie in unserer Zeit 31(6), S. 408 - 416 (2001), ISSN 0045-205X
  • Utz Thimm, Karl-Heinz Wellmann: In aller Munde. Ernährung heute. Suhrkamp Verlag (stw 3602), Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-45602-4
  • Utz Thimm, Karl-Heinz Wellmann: Essen ist menschlich. Zur Nahrungskultur der Gegenwart. Suhrkamp Verlag (stw 3533), Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-45533-8
  • Hahn, Ströhle, Wolters: Ernährung, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2005, ISBN 3804720927
  • Thomas Spengler: Gesundheit durch Vitalstoffe, Selbstverlag, 2004, ISBN 300012604X

Siehe auch

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Wikiquote: {{{2|Ernährung}}} ? Zitate
  • Bioflavonoide, Essentielle Stoffe, Fehlernährung, Gesundheit, Krankheit, Hygiene, Physiologie, Sport, Nahrung, Kochkunst, Fast-Food, Nurses' Health Study, Steinzeiternährung, Sucht, Rohkost, Urkost, Veganismus, Vegetarismus, Vitamine, Vollkost, Vollwert, Verdauung, Ernährungssoziologie, Forschungsinstitut für Kinderernährung, Fasten, Heilfasten

Weblinks

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
  • Die bunte Welt der gesunden Ernährung- Kurzübersicht über auf die Gesundheit ausgerichtete Ernährungsformen
  • Einfacher Online-Ernährungscheck
  • Ernährungsbroschüre der Deutschen Krebshilfe (PDF-Datei)
  • Richtige Ernährung aus zahnmedizinischer Sicht



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ernährung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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