| Bild:Disambig-grau.png
| Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Pflanze Giersch. Für eine Beschreibung der gleichnamigen Person siehe Herbert Giersch.
|
| Giersch
|
Bild:Illustration Aegopodium podagraria0.jpg Giersch (Aegopodium podagraria)
|
| Systematik
|
| Unterklasse: | Asternähnliche(Asteridae)
|
| Ordnung | Doldenblütlerartige(Apiales)
|
| Familie: | Doldenblütler(Apiaceae)
|
| Unterfamilie: | Apioideae
|
| Gattung: | Giersch(Aegopodium)
|
| Art: | Giersch
|
|
| Wissenschaftlicher Name
|
| Aegopodium podagraria
|
| L.
|
Giersch, Geißfuß oder Ziegenfuß (Aegopodium podagraria), im Volksmund Zipperleinskraut, gilt bei Gärtnern als eines der unbeliebtesten Unkräuter. Er verbreitet sich sehr stark und gilt als quasi nicht bekämpfbar.
Da Giersch aus einem sehr stark wuchernden Wurzelstock entspringt, können die Ausläufer (Rhizome) Kolonien bilden. So verbreiten sich einzelne Pflanzen binnen weniger Jahre über große Flächen in Parks und Gärten.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Traditionelle Heilpflanze gegen Gicht
- 2 Verwendung des Wildkrauts in der Küche
- 3 Vorsicht beim Pflücken
- 4 Literatur
- 5 Weblinks
|
Traditionelle Heilpflanzegegen Gicht
Der Name Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf hin, dass Giersch ein traditionelles Mittel gegen Gicht sei. Über Jahrhunderte galt Giersch bei Patienten, die unter Gicht oder Rheuma leiden, als probates Heilmittel. Über längere Zeit eingenommen sollte Giersch den Körper entgiften.
Verwendung des Wildkrauts in der Küche
Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden, ist sehr wohlschmeckend und erinnert in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie. Im Mittelalter und noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurde Giersch sowohl als Gemüse wie auch als Heilpflanze eigens angebaut. Mittelalterliche Quellen belegen, dass er in Kloster- und Bauerngärten eine "natürliche" Standard-Nutzpflanze war.
Als Salat eignen sich - wie bei anderen Wildpflanzen auch - vor allem die ganz jungen, kaum entfalteten Blätter. Die rohen Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden.
Wenn die Pflanze schon älter ist, sind die Blätter für einen schmackhaften Salat zu grob. Sie eignen sich dann aber nach wie vor zum Kochen - etwa für leckere Aufläufe.
Vorsicht beim Pflücken
Der Giersch hat einige sehr giftige Doppelgänger, die ebenfalls Doldenblütler sind, (gefleckter) Schierlingbeispielsweise. Daher sollten Wildpflanzensammler darauf achten, dass der Blattstiel im Querschnitt dreieckig ist. Es gibt keinen giftigen Doppelgänger mit dreieckigem Stiel der Blätter. Am besten ist es dennoch, sich den Giersch von einem Pflanzenkundigen zeigen zu lassen. Wer den Giersch einmal kennengelernt hat, wird ihn dann nicht mehr verwechseln.
Standort: Am Wegesrand, der Laie erkennt kaum Unterschiede zu anderen Doldenblütern
|
eine einzelne blühende Dolde
|
|
Dreieckiger Stielquerschnitt
|
Literatur
- H. Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas und den Alpen, Stuttgart, 1996
- Elisabeth Mayer: Wildfrüchte, Wildgemüse, Wildkräuter. Stocker, 2001, ISBN: 3702008357, Seite 38 - 40,
Weblinks
|
| Commons: {{{2|Aegopodium podagraria}}} ? Bilder, Videos oder Audiodateien
|
- Giersch - Unkrautbekämpfung
- http://www.naturheilkundelexikon.de/0186a2921d05ad813/0186a292a60b437b1.html- Eine genauere botanische Beschreibung der Pflanze
- http://www.wdr.de/tv/ardheim/tips/giersch.phtml- beschreibt den Giersch als lästiges Unkraut im Garten
cs:Br?lice kozí noha
da:Skvalderkål (Aegopodium podagraria)
en:Ground-elder
fr:Égopode podagraire
nl:Zevenblad
sv:Kirskål
uk:?????? ????????
Seitenkategorien: Doldenblütler| Gesundheit| Heilpflanze| Wildkraut
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Giersch aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|