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Körperpflege, in Neudeutsch auch Persönliche Hygiene (gängige Fehlübersetzung des englischen personal care) ist in erster Linie die Pflegeund Hygienedes menschlichen Körpers. Neben dem regelmäßigen Waschen sowie Zähneputzen zählt man auch Haarpflege sowie das Reinigen der Fingernägel (Maniküre) und der Füße (Pediküre) dazu.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichtliche Bedeutung
- 2 Gesundheit
- 3 Botenstoffe
- 4 Pathologische Erscheinung
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Geschichtliche Bedeutung
In frühgeschichtlicher Bedeutung hat sich die menschlicheKörperpflege kaum von der des Tieres unterschieden. Erst mit Erfindung der Seifeim 7. Jahrhunderthat sich das Abwaschen der Hautmit fettlösenden Hilfsmitteln langsam verbreitet. Bis weit in das 18. Jahrhundertvertraten selbst Ärztein Europadie Meinung, dass Wasser und Luft dem Körper schade. Kleidung diente als Schutz vor diesen "schädlichen" Elementen. Auch das Einpudern erfüllte den Zweck, den Körper nach außen hin abzuschließen. Diese Einstellung änderte sich erst im bürgerlichen 19. Jahrhundert. Die industrielle Revolutionlegte später den Grundstein für die massenhafte Herstellung der Seife.
Gesundheit
Ziel der Körperpflege ist in erster Linie die Vermeidung von Krankheitensowie von, je nach Kulturkreis unterschiedlich unangemessen empfundenen Körpergerüchen. Durch die Anwendung von Kosmetikaund Pflegeprodukten nach der Wäsche sorgen Menschen dafür, ihre natürliche Schweißbildung zu beeinflussen und sich in ihrer Haut wohl zu fühlen bzw. sich begehrenswert zu zeigen. Der medizinische Aspekt tritt hierbei in den Industriestaaten weit hinter den kosmetischen zurück. Dennoch kann es, wie bei jedem Menschen, bei mangelnder Hygiene in allen Kulturen zu Infektionen und Parasitenbefall kommen.
Oft wird zu starker Geruch zuerst durch Reinigungsbedarf der Kleidung(Schweißund Spuren anderer Körperauscheidungen) bemerkbar. Flüssige Deodorantsbeziehungsweise mineralischeAntitranspiranteversprechen die natürliche Schweißauscheidung zu verhindern, indem sie die entsprechenden Drüsenfunktion herabsetzen. Parfümsversprechen Pheromone künstlich freizusetzen, um als Lockstoff andere, als die eigenen Eigenschaften vorzutäuschen. Gleichzeitig sind aber auch natürliche Seifenund Naturkosmetik(beispielsweise Lavaerde) im Gebrauch.
Botenstoffe
Einer der Hauptgründe der Körperpflege ist das Vermeiden von unangemessen starken Körpergerüchen. Ein gewisses Maß an körpereigenen Gerüchen ist jedoch gesund und natürlicher Bestandteil unserer nonverbalenKommunikation. Da die Geruchsrezeptoren oberhalb des Nasenrückens auch Gerüche unterhalb der Wahrnehmungsschwelle aufnehmen und derartige Informationen direkt an das Stammhirn senden, reagiert der Mensch auf viele Gerüche, hier insbesondere die Pheromoneinstinkiv, noch bevor er sich dessen bewusst wird. Sympathie- und Antipathieerleben werden so maßgeblich mitbestimmt. Menschlicher Körperschweiß ist insofern auch ein Träger von Information.
Pathologische Erscheinung
Der gem. ICD 10als Zwangsstörungklassifizierte krankhafteWaschzwang äußert sich in stark übermäßigen Waschhandlungen, die häufig zu schweren Hautkrankheiten führen. Da das Wesen der Zwangsstörung definitionsgemäß mit dem überstarken Wunsch nach Neutralisierung unerwünschter Gedanken verknüpft ist, kann leicht nachvollzogen werden, dass der Waschzwang als "ideale" Kompensationshandlung im inneren Kampf des Patienten gegen unerwünschte Gedanken oder Erinnerungen das häufigste Symptom der Zwangsneurose ist.
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