| |
Muschelvergiftungen (engl. Paralytic Shellfish Poisoning, auch PSP-Toxine), werden durch Gifte hervorgerufen, die überwiegend von einzelligen Algenund Dinoflagellatenerzeugt werden und sich in der Nahrungsketteanreichern. Gefahr für den Menschen besteht durch den Verzehr von entsprechend angereicherten Meeresfrüchten.
Muschelvergiftungen werden unterschieden nach
- amnestischen: Domoinsäure, hergestellt von einzelligen Rot- und Kieselalgen, kann lebensgefährliche Atembeschwerden herbeiführen.
- diarrhöischen: verursacht durch Okadasäure von Dinoflagellaten können Übelkeit, Erbrechen und Schüttelfrost auftreten.
- neurotoxischen: die mit Ciguatoxin(neben o.g. Symptomen auch Kribbeln und Taubheitsgefühlen in Mund und Fingern) verwandten Brevetoxine werden von dem Dinoflagellaten Ptychodiscus brevis produziert und lösen ähnliche Symptomen und auch Angstzustände aus.
- paralytischen: Saxitoxine, die u.a. von Dinoflagellaten der Gattung Alexandrium hergestellt werden und Atmungs- und Herzversagen auslösen können.
Siehe auch: Neurotrope Muschelvergiftung (Neurotropic shellfish poisoning, NSP)
Literatur
- Spektrum der Wissenschaft, 4/2004: Biosensor für Giftalgen + Die Wirkung von Algengiften
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Muschelvergiftungen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|