Bild:Raczka4.jpg Reiki soll durch das Auflegen der Hände übertragen werden. Reiki (jap.?????? usui reiki ry?h?, wörtlich: Usui Geisteskraft-Behandlung, sprich: ree kie ) ist eine Technik der Alternativmedizin, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Mikao Usuiin Japanentwickelt bzw. wieder entdeckt und bis in die heutige Zeit von Lehrer zu Schüler weitergegeben wird. Die Wirksamkeit der Praktiken ist wissenschaftlich nicht belegt.
Der Begriff Reiki stammt von den japanischen Worten rei (Kosmos/Universum) und ki (Lebensenergie). Andere geläufige Umschreibungen sind "Universale Lebensenergie" oder "Schöpferische/Heilende Kraft des Universums". Reiki ist vergleichbar mit der Energie, die z.B. in Indien Pranabzw. in China Qigenannt wird.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Entstehungsgeschichte
- 2 Die Reiki-Grade
- 2.1 Der erste Grad
- 2.2 Der zweite Grad
- 2.3 Der dritte Grad (Meistergrad)
- 3 Angenommene Wirkung
- 4 Naturwissenschaftliche Sicht
- 5 Kritik
- 6 Weblinks
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Entstehungsgeschichte
Die Legendebesagt, dass der Gründer Mikao Usuials Lehrer an einem buddhistischen Kloster in Japan seinen Schülern die Wunder Christierklärte. Seine Schüler wollten Jesu Heilkräfte genauer verstehen. Usui begab sich auf die Suche. Er studierte Bücher und Schriften über Heilkunde in der ganzen Welt. Nachdem er mit seinen Ermittlungen fast abgeschlossen und immer noch nichts Passendes gefunden hatte, begab er sich zum Fastenauf einen heiligen Berg. In der Nacht zum einundzwanzigsten Tag sah er am Himmel ein helles Licht, das ihn einhüllte. Am darauffolgenden Morgen stieß er seinen Fuß an einem Stein, dass er blutete. Als er aber seine Hände auf die Wunde legte, wurde die Blutung gestillt. Am gleichen Tag behandelte Usui erfolgreich die Zahnschmerzen einer Frau. Seitdem wird das Wissen und die Fähigkeit des Heilens von Lehrer zu Schüler durch Initiation (man unterscheidet verschiedene Grade) weitergegeben.
Die tatsächliche Herkunft von Usuis System ist ungeklärt, nur wenige unabhängige Dokumente existieren über die Ursprünge und Einflüsse. Es gibt jedoch oberflächliche Ähnlichkeiten zum chinesischen Taoismusund zu buddhistischen Philosophien bei Form und Namen der Reikisymbole. Da die Reikilehre aber nicht die essentielle buddhistische Lehreder Drei Daseinsmerkmale (dukkha, anicca, anatta) beinhaltet, kann sie nicht als buddhistische Lehre gelten.
Von Reiki könnte aber behauptet werden, es sei eine buddhistische Kunst in der Art, wie Karate-D? oder Shiatsueine buddhistische Kunst sind, ohne eine echte buddhistische Praxis zu sein. In ähnlicher Weise würde es wohl die Mehrheit der Taoisten leugnen, dass Reiki eine taoistische Praxis ist. Die Bezeichnungen der Reikisymbole zeigen aber, dass ihr Schöpfer mit den taoistischen Ideen vertraut war.
Ob Reiki nun gänzlich spirituell empfangen, wiederentdeckt (wie behauptet wird) oder erfunden wurde, oder aus verschiedenen Ursprüngen von Usui und seinen Anhängern zusammengestellt wurde, kann aufgrund der mangelnden Dokumentation nur vermutet werden.
Die Reiki-Grade
Die Anhänger behaupten, Reiki sei nicht eigenständig erlernbar, da es auf Energieübertragungen ähnlich dem Kriya-Yogabasiere, auf so genannten Einstimmungen. Durch die Einstimmungen soll der in jedem Menschen natürlich vorhandene Reiki-Kanal von Blockaden gereinigt und somit die Möglichkeit geschaffen werden, Reiki durch die Hände weiterzugeben. In Wochenendseminaren wird Reiki unterrichtet. Hierbei gibt es in der Regel drei Grade. Je nach Reiki-Vereinigung existieren weitere Grade und ?Geheimsymbole?.
In Österreich und hier vor allem in Wien, wird das intuitive Reiki (ohne Initiation) unterrichtet. Es wird unter anderem als Shambhala-Reiki bezeichnet und unter anderem in der gleichnamigen Schule gelehrt. Dabei gehen die LehrerInnen davon aus, dass jede/r Lernende durch eigenständige, regelmässige Praxis zum Reiki-Energie-Kanal werden kann. Die dementsprechenden Kurse dauern länger als ein Wochenende und setzen Eigenverantwortung und intensives Üben voraus.
Der erste Grad
Wer im 1. Reiki-Grad initiiert ist, soll Reiki (also die ?universelle Lebensenergie?) über seine Hände, zum Zweck der Eigenbehandlung und der Behandlung anderer weitergeben können. Hierzu wird eine bestimmte Abfolge von Handpositionen gelehrt. Des Weiteren wird die Reiki-Geschichte erzählt und die fünf Lebensregeln weitergegeben. Die Initiationen sind alte Rituale, durch die die Fähigkeit vermittelt werden soll, Reiki zur Selbstbehandlung und zur Behandlung anderer zu ?kanalisieren?.
Der zweite Grad
Reiki-Meister empfehlen, zwischen den Initiationen des ersten und zweiten Grades mindestens drei Monate, besser länger, verstreichen zu lassen. Die Initiation zum zweiten Grad setzt den klaren Wunsch voraus, tiefer in seinen Wachstumsprozess mit Reiki zu gehen, und Reiki zu praktizieren. Weiterhin soll sich der Schüler mit den Techniken des ersten Grades vertraut machen. Im zweiten Grad werden drei Symbole vermittelt. Mit diesen soll man befähigt werden, zum einen die Kraft von Reiki zu verstärken, weiterhin Reiki auf der mentalen Ebene wirken zu lassen (Mentalbehandlung), und zum dritten Reiki ohne Grenzen von Raum und Zeit wirken zu lassen (Fernreiki). Nach dieser Initiation soll der Lernende Reiki an ferne Orte, in die Zukunft und in die Vergangenheit senden können.
Der dritte Grad (Meistergrad)
Der Dritte Grad wird heute oft in zwei Teile unterteilt (Meistergrad und Lehrergrad), ursprünglich handelte es sich nur um einen Grad. Der Meister-/Lehrergrad soll dazu befähigen, andere Menschen in Reiki zu initiiern und Reiki zu unterrichten. Zwischen dem zweiten Grad und dem Meistergrad sollten mindestens ein Jahr, besser mehr Zeit, liegen. Dabei wird es als sinnvoll erachtet, eine längere Ausbildung in Anspruch zu nehmen, um Menschen qualifiziert unterrichten zu können,
und in die Aufgabe der Reiki-Meisterschaft hineinzuwachsen.
Angenommene Wirkung
Als Ziel des Reiki wird eine ganzheitliche, körperliche und seelische Heilungangestrebt, um alle Aspekte des Lebens besser begreifen zu können. Bei der Anwendung von Reiki soll durch den Praktizierenden eine Verbindung zwischen der "universellen Energie" und dem Empfangenden hergestellt werden. Nicht der Praktizierende gibt Reiki, er stellt sich als Kanal zur Verfügung. Reiki fliesst beim Empfänger dorthin, wo es benötigt wird.
Laut den Praktizierenden verhilft es dem Empfangenden zu einer tieferen Entspannung. Es soll die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken und soll so beispielsweise helfen, eine Krankheit schneller zu überwinden.
Naturwissenschaftliche Sicht
Aus medizinischerund naturwissenschaftlicherSicht gelten die Annahmen bzw. Glaubenssätze über die kosmische Reiki-Energie als unhaltbar. Weder die Existenz der Energie noch deren Wirksamkeit ließen sich bis dato naturwissenschaftlich belegen. Zur Zeit gibt es über Reiki ein noch nicht abgeschlossenes Forschungsprojekt an der Universität Freiburg.
Kritik
Da es für Reiki-Behandlungen und -Ausbildungen keine feste Gebührenordnung gibt, können die Ausbildungskosten je nach Anbieter und Art der Ausbildung mehr oder weniger stark variieren.
Reiki 1 wird von sogenannten freien Meistern schon um 150 Euro angeboten, Reiki 2 um 250 Euro und Reiki 3 um 1000 Euro. Diese Preise sind für die "Einstimmung" (attunement) die üblicherweise ein Wochenende dauern. Die Meister der Reiki Alliance verlangen nach Statut für Reiki I 150 US $ für Reiki II 500 US$ und für Reiki III 10.000 US $
Es bilden sich jedoch inzwischen Verbünde von Meistern, die Reikibehandlungen und -initiationen kostenfrei weitergeben, allerdings muß sich der Schüler verpflichten, genau wie sein Meister, Reiki ebenfalls nur zu verschenken.
Weblinks
- Open Directory Project: Linkliste zum Thema Reiki
- http://www.reiki-land.deFachartikel, Informationen und Diskussionsforum
- Zen-Reiki.de: Verschiedene Reikisysteme lernen ohne Kommerz
- Reiki-Bücher zum 1. und 2. Grad kostenlos lesen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Reiki aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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