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| Dieser Artikel stellt die Situation in Deutschlanddar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern.
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Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die das gleiche Problem haben und die dagegen etwas unternehmen möchten. Eine Unterkategorie ist das Zwölf-Schritte-Programm. Eine Selbsthilfegruppe braucht keine spezielle Organisationsform. Sobald sich zwei Menschen gegenseitig bei der Bewältigung eines gemeinsamen Problems helfen, kann dies schon als Selbsthilfegruppe angesehen werden.
Oft geht es dabei um Gesundheitsprobleme wie schwere oder seltene Krankheitenoder um die Bewältigung schwerer Lebenskrisen. Sie dienen der Information von Betroffenen und Angehörigen und gegenseitiger Lebenshilfe. Ein wichtiges Element ist hierbei der Erfahrungsaustausch, der dem Einzelnen neue Lösungswege aufzeigen kann.
Ferner vertreten sie Belange und Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Institutionen und Behörden, klären die Öffentlichkeit über Probleme und Selbsthilfemöglichkeiten auf und geben Anregungen bzw. initiieren Forschungen.
Da Selbsthilfegruppen sehr oft keine Rechtsform haben, werden sie in der Regel rein ehrenamtlich geführt. Werden bestimmte Voraussetzungen erfüllt, können allerdings Kostenerstattungen und andere Förderungen erreicht werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte der Selbsthilfe(-gruppen)
- 2 Selbsthilfegruppen in Deutschland
- 3 Selbsthilfearbeitsgemeinschaften
- 4 Siehe auch:
- 5 Weblinks
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Geschichte der Selbsthilfe(-gruppen)
Der Gedanke der Selbsthilfegruppen kam nach dem zweiten Weltkrieg mit den amerikanischen Soldaten nach Deutschland. In der damaligen Bundesrepublik Deutschland entstand in den 70er Jahren die sogenannte Selbsthilfebewegung aus der Kritik am bestehenden Sozial- und Gesundheitswesen. Später bildeten sich neben den Bürgerinitiativen viele Gruppen und Initiativen im Rahmen der neuen sozialen Bewegungen.
In der DDR waren bereits vor der Wende, auch im Rahmen der Bürgerbewegung, erste Selbsthilfegruppen, insbesondere unter dem Dach der Kirche, aktiv.
Heute gibt es in der Bundesrepublik Deutschland schätzungsweise 100.000 Selbstilfegruppen und Initiativen, in denen sich rund 3 Millionen Menschen engagieren.
Vergl. Selbsthilfe und Selbsthilfeunterstützung in der Bundesrepublik Deutschland: Braun, Joachim / Kettler, Ulrich / Becker, Ingo. Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Bd. 136, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-015152-5.
Selbsthilfegruppen in Deutschland
Die Leistungen der Selbsthilfegruppen sind in den letzten Jahren als preiswerte Ergänzung zum professionellen Gesundheitssystem von den Kostenträgern entdeckt worden. Daher können Gesundheitliche Selbsthilfegruppen von der gesetzlichen Krankenversicherung gefördert werden. Grundlage ist der § 20 Abs. 4 des Sozialgesetzbuches V. Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten bieten auch andere Institutionen (z.B. Rentenversicherungen aber auch Kommunen und Länder). Für die Unterstützung von örtlichen Selbsthilfgruppen sind die sog. Kontakt- und Informationsstellen von Selbsthilfegruppen (KISS) von Bedeutung, von denen es in Deutschland über 200 gibt. Unterstützung können Selbsthilfegruppen auch in einem Gesundheitshausfinden, die es in einigen Städten und Kreisen in Deutschland gibt.
Auf der Bundesebene werden die Interesse der Selbsthilfegruppe bzw. -organisationen vor allem vom Deutschen Praitätischen Wohlfahrtsverband, der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderteund der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. vertreten.
Selbsthilfearbeitsgemeinschaften
Ungefähr 50 Prozent aller Selbsthilfegruppen sind freie, nicht organisierte Selbsthilfegruppen.
Sie gehören keiner Selbsthilfeorganisation oder einem Selbsthilfeverband, der auf Bundesebene vertreten ist, an.
Einige dieser Gruppen organisieren sich auf kommunaler Ebene selbst. Sie bilden Selbsthilfearbeitsgemeinschaften, die gesundheitliche und soziale Problematiken aus verschiedenen medizinischen und sozialen Bereichen vor Ort aufgreifen. Die Selbsthilfearbeitsgemeinschaften sind immer zu 100 Prozent ehrenamtlich.
Oft ist die Gemeinnützigkeit durch die anerkannte Rechtsform eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins anerkannt. Beispiele für solche Arbeitsgemeinschaften finden sich in der Stadt Neuss, der Stadt Grevenbroich und in der Stadt Dormagen.
Die Selbsthilfearbeitsgemeinschaften werden vor Ort durch ihre Mitglieder und durch Spenden unterstützt. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht im Rahmen des Sozialgesetzbuches V, Paragraph 20 finanziell unterstützt.
Die Selbsthilfearbeitsgemeinschaften sind dadurch unparteiische ehrenamtliche Vertreter der Patientinnen und Patienten. Ihre Organisationsstruktur enthält wegen der relativen Finanznot und der rein ehrenamtlichen, also unbezahlten Arbeit selbstverständlich nur die absolut notwendigen Elemente.
Siehe auch:
- Selbsthilfeorganisation
- Selbsthilfekontaktstelle
- Verein
- Michael Lukas Moeller
- Zwölf-Schritte-Programm/Liste der 12-Schritte-Gruppen
- Anonyme Alkoholiker
- Anonyme Arbeitssüchtige
- Anonyme Sex- und Liebessüchtige
- Narcotics Anonymous
- Synanon
- Netzwerk People First
- IOGT
Weblinks
- Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (Deutschland)
- Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.
- http://www.spielsucht-forum.de/selbsthilfe.php- Spielsucht Selbsthilfegruppen in Deutschland nach PLZ sortiert
- http://www.hilfsorganisationen.de/MENUE/Selbsthilfegruppen/- derzeit 327 Selbsthilfegruppen [von AIDS bis ZNS]
- Selbsthilfezentrum & Selbsthilfegruppen (Schweiz)
- Selbsthilfegruppen Österreich
- Hilfe zur Selbsthilfe
- zwoelf-schritte.de
- Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
- Selbsthilfearbeitsgemeinschaft Grevenbroich e.V.en:Self-help
nl:Zelfhulp
Seitenkategorien: Wikipedia:Deutschlandlastig| Gesundheit| Selbsthilfe
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