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Die Cervix uteri (auch einfach als Cervix oder Zervix bezeichnet) ist der Gebärmutterhals, also der untere Teil der Gebärmutter, der die Öffnung zur Scheide, den Muttermund, enthält.
Die Zervix stellt die Verbindung der Gebärmutter in die Scheide dar. Die Öffnung ist von dicker Schleimhautumgeben, die ca. 3cm weit in das Scheidendach vorragt. Im Normalfall ist die Öffnung eng, um ein Aufsteigen von Keimen in die Gebärmutter zu verhindern. Während der Geburtwird die Zervix unter dem Einfluss des Hormons Prostaglandinweicher, sie öffnet sich während der Wehen und hat beim Durchtritt des Babykopfes einen Durchmesser von über 10 cm.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Zervikalschleim
- 2 Anatomie
- 3 Farnkrautphänomen
- 4 Zervixerkrankungen
- 5 Weblinks
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Zervikalschleim
Bild:Daumen zeigef.gif fadenziehender Schleim
Die Zervix sondert Schleim ab, der im Laufe des Zyklus charakteristischen Veränderungen unterliegt:
An unfruchtbaren Tagen ist er zähflüssig bis klebrig und von pappiger Konsistenz, er verschließt den Muttermund wie eine natürliche Barriere. Unter dem Mikroskopsieht man die Muzinfädenwirr und ungeordnet durcheinanderliegen, weder Spermiennoch Bakterienkönnen sie durchdringen.
An fruchtbaren Tagen dagegen, also von im Durchschnitt 3 Tagen vor bis 2 Tage nach dem Eisprung, wird der Schleim dünnflüssig, glasklar und fadenziehend. Die Muzinfäden sind parallel ausgerichtet und ermöglichen ein Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutter. Die Empfängnisverhütung der sogenannten Minipilleberuht unter anderem auch auf der Wirkung der Gestageneauf den Zervikalschleim. Dieser wird für Spermien undurchlässiger.
Der Zervixschleim bildet den Schleimpropf des Gebärmutterhalskanales und wird durch die Zervixdrüsen gebildet. Es ist ein Sekret, das leicht alkalischist und dessen Konsistenz und Menge sich während des Menstruationszyklusverändert. Der Zervixschleim setzt sich u.a. zusammen aus dem GlykoproteidMuzin, Aminosäuren, Zucker, Enzymen, Elektrolytensowie Wasser(bis zu 90%). Die Funktion des Zervixschleimes ist es, das Eindringen von Spermasowie Krankheitserregernin die Gebärmutter zu verhindern.
Unter dem Einfluss von Östrogenwird der Zervixschleim so dünnflüssig, dass er sich zu einem Faden ausziehen lässt und spinnbar wird. Kurz vor der Ovulation (Eisprung) ist die Spinnbarkeit am größten (6-15 cm lange Fäden), das Sekret für Spermienmaximal durchlässig und das Farnkrautphänomen positiv. In der zweiten Hälfte des Menstruationszykluserfolgt unter dem Einfluss von Gestagen eine verminderte Bildung von nicht fadenziehendem Zervixschleim. Das Farnkrautphänomen ist dann negativ und die Durchlässigkeit für Spermien stark herabgesetzt oder auch völlig aufgehoben.
Die symptothermaleund die Billings-Methodenutzen die Unterschiede in der Schleimqualität zur Bestimmung der fruchtbaren bzw. unfruchtbaren Tage.
Anatomie
Die Zervix wird in die von Plattenepithel bedeckte Portio vaginalis uteri (der Teil des Gebärmutterhalses, der in die Scheide hineinragt) und den von schleimbildendem Zylinderepithel ausgekleideten Zervixkanal unterteilt. Die Grenze zwischen den beiden Epithelformen verändert sich in Abhängigkeit vom Alter und der Anzahl der Geburten. Mit zunehmendem Alter verschiebt sich die Grenze immer weiter nach oben in den Zervikalkanal. Die Form des Muttermundes ist typischerweise vor der ersten Geburt noch grübchenförmig rund, nach einer Schwangerschaft in der Regel quer gespalten.
Farnkrautphänomen
Das Farnkrautphänomen (auch Arborisationsphänomen genannt) ist eine unter Östrogeneinflussauftretende, sehr charakteristische Bildung von farnkrautähnlichenNaCl-Kristallen im getrockneten Zervixschleim. Besonders deutlich tritt dieses Phänomenkurz vor der Ovulation (dem Eisprung) auf, verschwindet jedoch unter dem Einfluss von Progesteronin der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus.
Zervixerkrankungen
Bei einer Kolposkopiekönnen Defekte im Epithel (Erosio vera), Entzündungen der Zervix (Zervizitis), Zervixpolypen, Blutungen und Muttermundrisse oder Muttermundanomalien erkannt werden. Bei nicht eindeutig harmlosen Befunden wird in der Regel eine Abstrichzytologieoder eine Gewebsentnahme durchgeführt.
Während einer Schwangerschaftkann eine Zervixinsuffizienz (vorzeitige Weitung des Muttermundes) auftreten. Nicht unumstritten ist eine prophylaktische Behandlung in Form eines operativen Muttermundverschlusses (Cerclage).
Zur Krebsvorsorge soll in regelmäßigen Abständen 1 mal im Jahr ein zytologischer Abstrich zur Färbung nach Papanicolaou und Befundung in ein dafür spezialisiertes Labor geschickt werden.
Weblinks
- Vorlesung über die Zervix Uteri
- Billings- oder Zervikalschleimmethode zur natürlichen Familienplanung
- online Zyklustagebuch für die Zervikalschleimmethode
Siehe auch: Geschlechtsorgane
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cervix uteri aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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