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Der Eileiter (LateinTuba uterina, griech.Salpinx) ermöglicht nach dem Follikelsprungden Transport der Oozyte oder Eizellevom Eierstockin die Gebärmutter. Hier erfolgt auch die Befruchtungder Eizelle.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Embryologie
- 2 Anatomie
- 3 Funktion
- 4 Extrauteringravidität
- 5 Siehe auch
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Embryologie
Die Entwicklungdes Eileiters erfolgt aus dem sich in die Zölomhöhleöffnenden kranialenund den mittleren Abschnitt des Müller-Gangs.
Anatomie
Das nahe am Eierstock befindliche Ende des Eileiters besteht aus einem Trichter ( Infundibulum), jenem oben erwähnten Ende des Müller-Gangs, mit 1-2 cm langen Fransen (Fimbriae), von denen eine als Fimbria ovarica dem Eierstock anliegt. Das Infundibulum erweitert sich in die Ampulla tubae uterinae, uteruswärts nimmt der innere Durchmesser des Eileiters wieder ab, so dass im mittleren Drittel eine Engstelle, der Isthmus, entsteht. Die Pars uterina ist der die Gebärmutterwand querende Teil.
Funktion
Ist der Follikelzum Graafschen Follikelherangereift, weisen die Fimbrienrhythmische Bewegungen auf, während sich gleichzeitig das Ovar mittels der in seinem Bandapparat befindlichen glatten Muskelfasern auf und ab bewegt und dreht, bis die Fimbria ovarica durch chemotaktischeEinflüsse über den reifen Follikel zu liegen kommt. Der Transport der Eizelle nach ihrer Ausstoßung aus dem Graafschen Follikel erfolgt einerseits durch Muskelkontraktionender Tube, die einen Sog erzeugen und einen durch Kinozilienbewirkten Flüssigkeitsstrom Richtung Eileiter.
Der Transport der Oozyte durch die Tube in die Gebärmutter benötigt 3 bis maximal 5 Tage. Da die menschliche Eizelle allerdings nur 6-12 Stunden befruchtungsfähig bleibt, heißt das aber auch, dass diese schon in der Ampulle von einer Samenzellebefruchtet werden muss. Um die Empfängniswahrscheinlichkeit zu erhöhen, werden der Transport der Samenzellen Richtung Ampulle vom Eileiter mittels muskulärer Kontraktionen ebenfalls unterstützt.
Hier zum weiteren Verständnis ein kurzer Einblick in jene Vorgänge, die sich im Inneren des Eileiters abspielen: Zum Zeitpunkt der Ovulation hat die Eizelle die erste Reifeteilunggerade abgeschlossen und beginnt die 2. Reifeteilung. In der Tube lösen sich nun jene Cumuluszellen, die mit der Oozyte gemeinsam aus dem Follikel ausgestoßen wurden. Aus der befruchteten Eizelle, der Zygote, entsteht während des Transports durch den Eileiter durch Furchungsteilungenein mehrzelliges Gebilde. Die Gebärmutterhöhle wird meist im 12- bis 16-Zellen-Stadium erreicht - wobei das 16-Zellen-Stadium der Zygote nebenbei aufgrund seiner maulbeerförmigenGestalt als Morulabezeichnet wird.
Extrauteringravidität
In vermutlich 1 von 150 Fällen - genaue Angaben sind hier schwer zu machen, da vermutlich an die 50 % der befruchteten Eizellen unbemerkt schon in den ersten Tagen als Frühaborteabgehen - nistet sich die Zygote, jetzt als Blastozystebezeichnet, allerdings nicht in der Gebärmutter, sondern außerhalb derselben ein: Es entsteht eine Extrauteringravidität, die in 99 % der Fälle im Eileiter lokalisiert ist (siehe Eileiterschwangerschaft). Letztere kann aufgrund der mangelnden Nährstoffversorgung und des unzureichendem Raumangebots nicht ausgetragenwerden. Meist löst sich der Embryo samt Plazentawieder aus der Eileiterwand. Dieser Abgang muss keineswegs Probleme verursachen, kann u.A. aber auch zu Vernarbungen des Eileiters führen und damit die Ursache einer späteren Unfruchtbarkeitsein. Falls sich der Embryo im Eileiter über längere Zeit entwickelt, droht als ernste Komplikation eine Eileiterruptur.
Die verzögerte oder verhinderte Eipassage im Eileiter ist die häufigtse Ursache einer Eileiterschwangerschaft, wobei vorangegangene Infektionen, gerade auch bei Spiralträgerinnen, meist dafür verantwortlich sind.
Siehe auch
Tubenligatur- Zyklusstörung
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Eileiter aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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