|
Eine Glückshaube (lat.: Caput galeatum) ist ein kleines, hauchdünnes Häutchen von den Überresten der Fruchtblase, das vor allem einen Teil oder das ganze Gesichteines neugeborenen Kindesbedeckt.
Die Glückshaube sieht schimmernd aus, ist harmlos und kann einfach vom Arztoder von der Hebammeunmittelbar nach der Geburtentfernt werden. Eine Glückshaube kommt zwar selten vor, ist aber alles andere als unbekannt.
Im Mittelalterwurde es als ein Glückszeichenempfunden. Es wurde als ein Omendafür betrachtet, dass das Kind für Geistesgröße und Großmütigkeit auserkoren war. Außerdem glaubte man, dass solche Kinder übernatürliche Fähigkeiten hatten und ?sehen? konnten.
Es gehörte die Traditiondazu, das Häutchen auf einem Papierzusammenzulegen. Die Hebamme rieb mit einem Stück Papier das Gesicht des Neugeborenen und drückte so das Häutchen auf das Papier. Dieses wurde der Mutterübergeben und sollte als Erbstückbehalten werden. Häufig wurde die ?Glückshaube? auch in der Kleidung der Kinder vernäht.
Mit der Zeit kam die Legendeauf, dass der Besitzer einer Glückshaube von besonderem Glückbeseelt sei und ihn vor dem Ertrinken schützt. Deswegen bezahlten Seemännerden Frauen hohe Summen für Glückshauben. Eine Glückshaube war ein wertvoller Talisman.
Generell kann eine Glückshaube bei allen Säugetierenvorkommen.
en:caul
Seitenkategorien: Gynäkologie
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Glückshaube aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|