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Als Vaginitis (lat.) oder Kolpitis (griech.) bezeichnet man eine Entzündungder Scheide(lat. Vagina, griech. Kolpos).
Inhaltsverzeichnis
- 1 Bedeutung
- 2 Erreger
- 3 Symptome
- 4 Diagnostik
- 5 Therapie
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Bedeutung
Die bakterielle Vaginitis ist zunächst harmlos. Sie begünstigt aber das Aufsteigen gefährlicher Keime (u.a. Chlamydien) über den Uterusin die Eileiterund Eierstöcke. Eine solche fortgeschrittene Infektion kann zu Unfruchtbarkeitführen. Deshalb wird bei der gynäkologischen Routineuntersuchung regelmäßig der PH-Wertgemessen und ein mikrobiologisches Nativpräparat angelegt, um eine Vaginitis zu erkennen.
Eine Infektion durch das Humane Papillomvirus (HPV) kann auf Dauer zum Zervixkarzinomführen.
Erreger
Zweifelsohne ist die Erregersuche bei einer Kolpitis wichtig, man bedenke aber, dass meist eine Mischinfektion verschiedenster pathogenerund apathogener Keime vorliegt.
Häufigster gefundener Keim ist Gardnerella vaginalis(40% der Fälle). Die Kolpitiden, die u.a. durch Gardnerella - meist handelt es sich um eine Mischflora- verursacht sind, werden als bakterielle Vaginosenbezeichnet.
An zweiter Stelle stehen diverse Pilze. Sie sind ebenfalls im Scheidenabstrichsichtbar.
Chlamydiensind relativ häufig. Sie können Juckreizoder Schmerzenund eitrigenAusflussverursachen. Sie werden durch Geschlechtsverkehrübertragen, auch diese Form der Vaginitis gehört somit wie die Gardnerella-bedingte zu den Sexuell übertragbaren Erkrankungen. Der Erreger Chlamydia trachomatisverursacht zwei unterschiedliche genitale Kontaktinfektionen: das Lymphogranuloma venerumund die Okulogenitale Chlamydieniinfektion.
Ein weiterer sexuell übertragbarer Erreger ist Trichomonas vaginalis, der im Nativpräparat unter dem Mikroskoplebendig zu sehen ist. Die Portio (der vaginale Teil des Uterushalses) erscheint fleckig.
Auch HPVwird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Dabei existieren mittlerweile über 80 genetischdifferenzierbare Untertypen. Typ 16 und 18 enthalten in ihrer DNAzwei Onkogeneund sind für die Entstehung des Zervixkarzinomswesentlich mitverantwortlich.
Andere Untergruppen erzeugen das Condyloma acuminata (Feigwarzen), das sind kleine, weiße, harte Auflagerungen.
Herpes simplexTyp II kann außen an der Vulva, aber auch in der Scheide auftreten. Er zeigt kleine, juckende Bläschen.
Symptome
Die Patientinnen klagen über Missempfinden und verstärktes Nässegefühl in der Scheide oder einen gräulichen bis gelblichen Ausfluss mit Fischgeruch (Amingeruch) im Falle einer bakteriellen Vaginose, welcher sich insbesondere nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr verstärken kann (aufgrund des alkalischenProstatasekrets).
Dazu kann Juckreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) kommen.
Diagnostik
Da der pH-Wert durch den Verlust der normalen, schützenden Döderleinfloraauf über 4,5 erhöht ist - dessen Bestimmung erfolgt am einfachsten mit einem pH-Streifen - fällt bei der bakeriellen Vaginose manchmal schon der Patientin selbst ein unangenehmer, fischiger Geruch auf, der nach Zugabe von 1-2 Tropfen einer 10%igen Kalilaugeevt. provoziert werden kann.
Achtung: Bei der Kolpitis der älteren Frau muss immer auch an ein Scheidenkarzinomgedacht werden!
Therapie
Einsatz von Antibiotikaund Östrogensubstitution.
Siehe auch: Vulvovaginitisen:Vaginitis
fr:Vaginite
it:Vaginite
pt:Vaginite
Seitenkategorien: Wikipedia Überarbeiten| Gynäkologie| Krankheit
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kolpitis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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