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Als Mehrlingsschwangerschaft wird eine Schwangerschaftmit zwei oder mehr Kindern bezeichnet, was in der Folge zu einer Mehrlingsgeburtführen kann.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Zeichen einer Mehrlingsschwangerschaft
- 1.1 unsichere Zeichen
- 1.2 sichere Zeichen
- 2 Risiken
- 3 Siehe auch
- 4 Weblinks
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Zeichen einer Mehrlingsschwangerschaft
Die Hinweise für eine Mehrlingsschwangerschaft können in sichere und unsichere Zeichen eingeteilt werden:
unsichere Zeichen
- aufällig hohe HCG-Konzentration im Blut
- Übergröße des Bauchumfanges,
- ausgeprägt erhöhter Fundusstand,
- mindestens drei "große" und "harte" Teile - wie zwei Köpfe und ein Steiß,
- auffallend viele kleine Kindsteile,
- auffallend viele Kindsbewegungen.
sichere Zeichen
Sichere Zeichen sind demgegenüber
- die Aufzeichnung von mindestens zwei Herztönen unterschiedlicher Frequenz in der fetalen Echokardiografie,
- Nachweis mindestens zweier Fetenin der Sonografie.
Als indirekter Hinweis muss auch das Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften in der Familie genommen werden. Mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingssschwangerschaft ist nach einer künstlicher Befruchtungzu rechnen.
Risiken
Eine Mehrlingsschwangerschaft stellt eine Risikoschwangerschaftfür die Mutter und die Kinder dar. So weisen die Schwangeren selbst eine dreifach erhöhte Sterblichkeit auf. In der Frühschwangerschaft kommt es gehäuft zum Auftreten einer Hyperemesis gravidarum, in der späteren Schwangerschaft zum Auftreten von Gestosen. Die Frühgeburtlichkeitist deutlich erhöht. Gegen Ende der Schwangerschaft kommt es zu einer Wachstumsverzögerung der Feten - bei Zwillingsschwangerschaften ab der 34.-35. Schwangerschaftswoche(SSW), bei Drillingen schon ab der 28. SSW. Um auch ein unterschiedliches Wachstum der einzelnen Feten feststellen zu können, werden 14tägige Kontrolluntersuchungen bis zur 28. SSW, danach wöchentlich empfohlen.
Insbesondere bei Drillingsschwangerschaftenund Schwangerschaften mit höhergradigen Mehrlingen besteht die Möglichkeit des Selektiver Fetozid, d.h. der pränatalenReduktion von Mehrlingen. Dabei wird aufgrund einer medizinischen Indikationmindestens eines der ungeborenen Kinder getötet, entweder weil es behindert ist oder um die Überlebens- und Entwicklungschancen der Geschwister bzw. des Geschwisterkindes zu erhöhen. In der Regel gehen der Entscheidung zum selektiven Fetozid pränatadiagnostische Untersuchungenvoran, bei denen untersucht wird, ob ein Kind möglicherweise eine Erkrankung oder Behinderung hat, die die Wahl des Kindes, das getötet werden soll, erleichtern könnte. Lässt sich nichts dergleichen feststellen, wird meist das kleinste Kind ausgewählt und entweder durch eine tödliche Injektion oder durchdie Unterbindung versorgender Gefäße abgetötet. Das Risiko, letztlich alle Kinder durch eine durch den Eingriff ausgelösten Fehlgeburt zu verlieren, beträgt durchschnittlich 15%.
Siehe auch
- Perinatalmedizin
- Pränataldiagnostik
- Fetofetales Transfusionssyndromin der Zwillingsschwangerschaft
Weblinks
- ABC-Club e.V.Informationen über Drillinge und Mehrlinge
- Mehrlingsschwangerschaft: Informationen der Charite
- Pränataldiagnostik für Zwillinge
- Invasive Pränataldiagnostik bei Mehrlingen
- Zwillinge: Ein Kind behindert = beide Kinder abtreiben?
- Selektiver Fetozid bei Mehrlingsschwangerschaften
- Ratgeber Drillinge
- Fruehchen PortalRisikoschwangerschaft und Frühgeburt
- Selektiver Fetozid / Reduktion von Mehrlingen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mehrlingsschwangerschaft aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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