|
Oogenese (von gr. oón, das Ei und gr. génesis, Entstehen, Werden), auch Ovogenese[1], von lat. ovum, das Ei, ist die Entwicklung einer befruchtungsfähigen Eizelle (Ovum) aus einer Zelle der Keimbahnbei mehrzelligen Tieren.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Entwicklungsphasen
- 1.1 Vermehrungsphase
- 1.2 Wachstumsphasen
- 1.3 Reifungsphase
- 2 Anmerkungen
- 3 Siehe auch
|
Entwicklungsphasen
Nach der Befruchtungteilt sich die Zygotevielfach. Die diploiden Zellen der Zelllinie der Keimbahnzellen werden als Urkeimzellen bezeichnet, von denen man beim Menschen etwa 400.000 findet.
Vermehrungsphase
Schon in einem frühen Embryonalstadiumwandern die Urkeimzellen in den Eierstock (das Ovar) ein. Sie werden dann als Oogonien (Ureizellen) bezeichnet. Im Ovar vermehren sich die Oogonien durch mitotischeZellteilungen. Am Ende der Vermehrungsphase liegen beim Menschen 700.000 bis 2 Millionen Oogonien vor.
Wachstumsphasen
Sind die mitotischen Teilungen abgeschlossen, lagern die Oogonien Dottersubstanzenein und vergrößern sich. Sie werden von Follikelzellenumgeben.
Die Wachstumsphase beträgt bei Drosophila einige Tage, beim Menschen einige Monate.
Am Ende der Wachstumsphase werden die Oogonien als Oocyten (Eimutterzellen) erster Ordnung bezeichnet. Sie beginnen mit der 1. Reifeteilung der Meiose, der Reduktionsteilung, die zu einer haplodien Zelle, der Oocyte zweiter Ordnung führt.
Während der ersten Reifeteilung legt die Oocyte meist eine Ruhephase ein, die erst durch eine Aktivierung von außen beendet wird.
Beim Menschen befinden sich im 8. bis 9. Monat nach der Befruchtung alle Oocyten erster Ordnung im Diplotän, einem frühen Abschnitt der Prophase der 1. Reifeteilung. Diese wird erst während der Pubertät vollendet. In der Zeit bis zum Beginn der Pubertät sterben die meisten Oocyten ab, so dass nur noch etwa 40.000 Oocyten die zweite Reifeteilung Beginnen.
Reifungsphase
Nach Abschluss der ersten Reifeteilung der Meiose liegt eine haploide Zelle, die Oocyte zweiter Ordnung vor. Diese führt nun die zweite Reifeteilung, die Äquationsteilung durch, so dass eine haploide Eizelle (Ovum) mit Einchromatid-Chromosomenvorliegt.
Beim Menschen beginnen in jedem Ovarialzyklus nur wenige Oocyten 2. Ordnung die 2. Reifeteilung. Sie wird erst im Falle einer Befruchtung abgeschlossen.
Bei der Meiose finden ungleiche (inäquale) Zellteilungen statt: Es wird von der großen Oocyte nur eine kleine Zelle abgegliedert, die entweder sofort aufgelöst (resorbiert) wird oder die zweite Reifeteilung durchführt. Diese kleine Zelle ist funktionslos und wird als Pol- oder Richtungskörperchenbezeichnet.
Anmerkungen
- ? : In der Literatur findet man bei vielen zusammengesetzten Fachbegriffen wie Oocyte, Oogonium oder Oolemma auch die lateinisch-griechische Mischform mit Ovozyte, Ovogonium und Ovolemma.
Siehe auch
- Spermatogenese
- (Ovarial-)Follikelen:oogenesis
Seitenkategorien: Gynäkologie| Genetik| Physiologie
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Oogenese aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|