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Die Diphtherie (1821 vom Arzt Pierre Bretonneauals französischerGräzismusdiphtheritis eingeführt, aus griechisch???????, diphthéra, ?die Gerbhaut? und der griechischen Endung -itis für Entzündungen, wegen der so genannten Halsbräune, dunklen Pseudomembranenaus abgestorbener Schleimhaut und Blutbestandteilen. Im Französischen entwickelte sich daraus diphthérie, daher die deutsche Form), früher als (Echter) Krupp oder Croup (von schottischcroup, ?Heiserkeit?) bezeichnet, ist eine akute, mitunter lebensbedrohliche Infektionserkrankung. Sie wird ausgelöst durch das toxinbildende(giftstoffbildende) BakteriumCorynebacterium diphtheriae, übertragen von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion: Husten, Niesen oder Küssen. Sie ist differenzialdiagnostischvom Krupphusten (dem Pseudo-Krupp) und von der Epiglottitisabzugrenzen.
Die Toxine (Giftstoffe) - vor allem das nach dem Erreger benannte Diphtheritoxin- des Erregers schädigen die Proteinbiosynthesedurch Hemmung des Elongationsfaktors. Die Erreger bilden das Toxin allerdings nur, falls sie mit einem Bakteriophageninfiziert sind; das Toxin ist phagenkodiert. Mit dem Blut werden sie auch zu entfernt von der Entzündungsstelle liegenden Organen transportiert, wie beispielsweise Herz, Leber, Niere. Dies kann zu den (lebens)gefährlichen Komplikationen der Diphtherie führen.
Die Häufigkeit der Erkrankung ist durch die vom Mediziner und Nobelpreisträger Emil von Behringeingeführte Impfungsehr stark zurückgegangen. Die Krankheit ist jedoch nicht, wie beispielsweise die Pocken, ausgerottet. Sobald die so genannte Durchimpfungsrate unter einen bestimmten Wert sinkt, nehmen die Erkrankungszahlen wieder erheblich zu. Das war in der ehemaligen Sowjetunionzu beobachten, wo nach dem Zusammenbruch des Systems 199448.000 Fälle auftraten.
Die Schwere und Ausgestaltung der Symptome, die zwei bis sechs Tage nach der Infektion auftreten, hängen ab von der Immunitätslagedes Erkrankten.
- Bei lokalisierten Diphtherien (Mandel- und Rachendiphtherie) treten zu Beginn Abgeschlagenheit, Übelkeit und Schluckschmerzen auf, häufig verbunden mit Bauch- und Gliederschmerzen; Erbrechen ist eher selten. Zunehmendes Fieber.
- Die Nasendiphtherie tritt bevorzugt bei Säuglingen und Kleinkindern auf, verbunden mit behinderter Nasenatmung, Unruhe und gestörter Nahrungsaufnahme. Seröseroder eitrig-blutiger Schnupfen tritt auf, häufig verbunden mit Gewebszerstörung und Krustenbildung am Naseneingang.
- Als Ersterkrankung tritt die Kehlkopfdiphtherie meist im Gefolge der Rachendiphtherie auf. Symptomatisch sind bellender Husten, zunehmende Heiserkeit und Stimmlosigkeit (Aphonie), zusammengefasst als Echter Krupp. Das Einatmen ist erschwert und mit Pfeifgeräuschen verbunden.
- Seltenere Diphtherieformen sind die Hautdiphtherie mit auftretenden Geschwüren und Verletzungen und die Bindehautdiphtherie mit blutig-wässriger Absonderung und häufiger Hornhautbeteiligung.
- Im fortgeschrittenen Stadium der Diphtherie breitet sich die Membranbildung rasch und intensiv aus an mehreren Stellen der Mandeln, des Gaumensund Zäpfchenssowie der Nasenschleimhaut; lokale Lymphknotenschwellungentreten auf.
- Als toxische Komplikationen können auftreten Herzmuskelentzündungen, neurologische Störungen (z. B. Schlucklähmung), Leberentzündung oder Einschränkung der Nierenfunktion.
Die Diagnose durch einen bakteriologischen Test ist frühestens in 12 Stunden zu erhalten. Deshalb muss bei Verdacht, besonders auf toxische Diphtherie, auf Grund des klinischen Bildes gehandelt werden.
Als Therapie wird ein Antitoxinverabreicht, welches mittlerweile nicht mehr lieferbar ist und wohl auch längerfristig nicht mehr hergestellt werden wird, sowie Penicillin(ein Antibiotikum) für mindestens 10 Tage. Bei Verschluss der Atemwege muss ein Luftröhrenschnitt erfolgen. Strenge Bettruhe für fünf bis sechs Wochen ist notwendig. Bei guter und richtiger Behandlung der Diphtherie bleiben kaum Schäden und die Letalitätist gering.
Geschichte der Diphtherie
Entdeckung des Erregers
1826Pierre Bretonneaudefiniert die Diphtherie
1858Untersuchungen zur Auslösung der Diphtherie durch Mikroorganismen
1873Edwin Klebs(1834-1913) sucht nach dem Diphtherieerreger
1883Stäbchen mit ?Sporen
1883 Friedrich Loefflerbeginnt seine Untersuchungen
1896Gruppe: Corynebakterien (coryne griech.: ?Keule?)
Immunisierung
1888Emile Roux& Alexandre Yersin: Toxinnachweis
1889Emil Adolf von Behring: Serum Träger der Immunität
1890Behring & S. Kitasato: Entdeckung von Antitoxin im Blut kranker Tiere,Antitoxin übertragbar
1898Behring & Erich Wernicke: Immunität durch Injektion von neutralisiertem Diphtherietoxin
1901Nobelpreis für Physiologie oder Medizinfür von Behring
1913von Behring: Toxin-Antitoxinmischung für Immunisierung
1924Ramon behandelt das Toxin mit Wärme/Formalin für Impfung
Weblinks
Bild:Wiktionary-ico-de.png
| Wiktionary: {{{2|Diphtherie}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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- Robert Koch InstitutDiphtherie
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Diphtherie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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