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Unter der Schwerhörigkeit (Hypakusis) versteht man eine Minderung des Hörvermögens.
Der Begriff an sich besagt noch nicht viel, da die Beeinträchtigung von einer leichten Hörminderung bis hin zu Störungen reicht, bei denen die Betroffenen auf Hörhilfenund visuelle Informationen angewiesen sind. Können diese trotz der Verwendung von Hörhilfen kaum etwas hören, so spricht man somit auch von Resthörigkeitoder Gehörlosigkeit.
Nach Schweregrad ist folgende Unterteilung möglich:
- geringgradige Schwerhörigkeit
- mittelgradige Schwerhörigkeit
- hochgradige Schwerhörigkeit
- Resthörigkeit
- Taubheit
Es sei hier jedoch bemerkt, dass Betroffene - vor allem stark Schwerhörige und Taube - sich ungern abstufen lassen und bezeichnen sich schlicht und einfach als Gehörlos, da die Kommunikation bei diesen gleich ist (Gebärdensprache, Lippenlesen).
Allgemein sind schätzungsweise 10 Prozent der Bevölkerung eines Landes von der Schwerhörigkeit betroffen (in der Schweiz gibt es ca. 700.000 Hörgeschädigte).
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursachen
- 2 Hilfen
- 3 Siehe auch
- 4 Weblinks
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Ursachen
Da am Hörvorgang mehrere Komponenten beteiligt sind, unterscheidet man meistens zwischen:
- Mittelohrschwerhörigkeit und
- Innenohrschwerhörigkeit
Bei ersterer liegt eine Schallleitungsstörungund bei letzterer eine Schallempfindungsstörungvor.
Die Schwerhörigkeit tritt vor allem alterungsbedingt auf, wenn das Gehör mit fortschreitendem Alter nicht mehr so leistungsfähig ist. Diese Altersschwerhörigkeit ist vor allem auf den Verschleiß der Haarzellen im Innenohrzurückzuführen, oder aber durch das Sprödewerden der Membrane.
Eine weitere Ursache der Schwerhörigkeit ist das dem LärmAusgesetztsein oder der Genuss zu lauter Musikvor allem über Kopfhörer. Dadurch sind die Schwingungen im Ohr so stark, dass die Sinneshärchen von den Deckmembranen umgeknickt werden. Von letzterem sind immer mehr Jugendliche betroffen.
Schwerhörigkeit kann auch durch ototoxischeMedikamente verursacht werden, zum Beispiel durch bestimmte Antibiotika. Ähnlich wirken sich bestimmte Infektionskrankheiten, wie z.B. Meningitisaus.
Ein häufiger Faktor kann auch die Vererbungsein, wenn die Vorfahren auch schwerhörig waren.
Wenn ein vormals Hörender einen massiven Hörverlusterleidet, so dass dieser nichts oder kaum noch etwas hört, so spricht man von einer Ertaubung.
Hilfen
Mit Hörhilfen wie Hörgerätenkönnen manche, vor allem untergradig Schwerhörige, das volle Hörvermögen wieder erhalten. Andere wiederum können trotz Hilfen nicht mehr alles hören. Diese sind daher auf visuelle Informationen wie Gebärdensprache, Lippenlesen oder im TV auf Teletext-Untertitelangewiesen.
Das Cochleaimplantat(kurz CI) ist eine Hörprothese für Gehörloseund
Ertaubte, deren Innenohrnicht funktioniert wohl aber der Hörnerv.
Siehe auch
- Screening, Ohr, Hörbehinderung, Lärm
Weblinks
- Wenn die Welt verstummt - DIE ZEIT 08.12.2005
- Selbsthilfeorganisation für Schwerhörige: pro audito Schweiz
- Deutscher Schwerhörigenbund
- www.wissenschaft.de: Warum Schwerhörigkeit aufs Gedächtnis schlägtStudie: Schwerhörigkeit kann bei älteren Menschen zu Gedächtnisproblemenführen.en:Hearing impairment
es:Sordera
nl:Slechthorendheid
sv:Hörselskada
ja:聴覚障害者
hu:Nagyothalló
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