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Arzt

Ein Arzt oder eine Ärztin (v. griech.: ????????? archíatros = der Oberarzt, Leibarzt; zu archiater (latinisiert) beschäftigt sich mit der Vorbeugung (Prävention), Erkennung (Diagnose), Behandlung (Therapie) und Nachsorge von Krankheitenund Unfällen.

Die germanischeBezeichnung für den Heilberuf (althochdeutschlâchi) ist beispielsweise im schwedischen läkare, im englischen leech (Blutegel) oder im Familiennamen Lachmann erhalten (ausführliche Angaben zur Etymologie).

In vielen fachsprachlichen Kompositataucht das ursprüngliche griechische Wort (?)?????? bzw. die ältere, gelehrtere Form ????? auf: iatrogen - durch ärztliches Handeln verursacht, der Psychiater- der Seelenarzt etc.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Allgemeines
  • 2 Deutschland
  • 3 Österreich
  • 4 Schweiz
  • 5 Ärzte in anderen Berufen
  • 6 Statistiken
  • 7 Zitate
  • 8 Siehe auch
  • 9 Literatur
  • 10 Weblinks

Allgemeines

Die Funktiondes »Arztes« bzw. des »Heilers« ist eine der ältesten der Menschheit. Die Berufssoziologielehrt, dass ein Berufsstandwie der der Ärzte unter solchen Umständen eine eigene Standesmoralentwickelt, deren bekannteste Form der »Eid des Hippokrates« ist. In krassen Fällen (vgl. die »Triage«) steht sie vor fast unlösbaren Aufgaben. Ihre Intaktheit ließe sich z. B. daran ersehen, ob bei lebensgefährlichen Seuchen die Ärzte nicht desertieren.

Ärzte unterliegen dem Arztwerberecht, welches weitgehende Einschränkungen in der Publikation und Veröffentlichungen bedeutet. Ärzte haften ihren Patienten zwar nicht auf Erfolg ihres Handelns, können ihnen aber unter dem Gesichtspunkt der Arzthaftungzum Schadenersatzverpflichtet sein.
Ärzte nehmen im Gesundheitsweseneine Schlüsselposition ein und entscheiden durch ihre Verschreibungspraxis maßgeblich über die Umsatzentwicklung von Pharmaunternehmen, von denen sie durch Pharmareferentennachhaltig umworben werden.

Deutschland

Die freie Ausübung der Heilkundeist in Deutschlandnur approbiertenÄrzten erlaubt, mit festgelegten Einschränkungen dürfen auch HeilpraktikerKranke behandeln. Spezielle Bereiche der Diagnostikund Therapiewerden auch (i.d.R. auf Veranlassung von Ärzten) von Angehörigen der Heilhilfsberufedurchgeführt.

Die Approbationals Arzt setzt ein sechsjähriges Studium der Humanmedizinvoraus. Die bundesweit einheitliche Approbationsordnung regelt die Ausbildung des Medizinstudenten bezüglich der Dauer und der Inhalte der Ausbildung in den einzelnen Fächern, sowie der Prüfungen. Diese schließt mit dem Staatsexamenab. Von Oktober 1988 bis Oktober 2004 war zur Erlangung der Vollapprobation zusätzlich eine 18-monatige Tätigkeit als »Arzt im Praktikum« unter Aufsicht eines approbierten Arztes notwendig. Anschließend an das Studium ist es üblich, dass ein Arzt für mehrere Jahre als Assistenzarzt an einer Klinik arbeitet, um sich auf einem oder mehreren Spezialgebieten der Medizin weiterzubildenund evtl. einen Facharzttitelzu erwerben, der die Voraussetzung zur Niederlassung ist. Niedergelassene Ärzte arbeiten in freier Praxis, ggf. auch mit mehreren Ärzten in einer Gemeinschaftspraxis oder Praxisgemeinschaft.

Jeder Arzt ist Pflichtmitglied der Ärztekammer(Landesärztekammer), in deren Gebiet er seine ärztliche Tätigkeit ausübt. In Deutschland sind derzeit (Stand 2004) 394.400 Ärzte gemeldet, davon sind 88.000 ohne ärztliche Tätigkeit. Die Kassenärztliche Zulassung besitzen 59.000 Hausärzte und 58.900 Fachärzte. In den Kliniken sind 146.300 Ärzte beschäftigt.

Österreich

In Österreichist man mit der Promotion(dem abgeschlossenen Universitätsstudium) zunächst Doktor der gesamten Heilkunde (Doctor medicinae universae/Dr. med. univ.). Selbständig als Arzt tätig werden darf man auch hier nur, wenn entweder für drei Jahre im Rahmen des »Turnus« verschiedene (definierte) Disziplinen durchlaufen wurden und die Arbeit vom jeweiligen Abteilungsvorstand positiv bewertet wurde. Damit hat man das »jus practicandi« erworben, also die Berechtigung zur selbständigen Berufsausübung als Arzt für Allgemeinmedizin. Alternativ kann sofort nach der Promotion die Ausbildung zu einem Facharzt erfolgen. Viele Fachärzte absolvieren den Turnus allerdings vor Beginn der Ausbildung ganz oder teilweise.

Schweiz

In der Schweizist man nach dem mit dem Staatsexamen abgeschlossenen 6-jährigen Studium zunächst eidgenössisch diplomierter Arzt und als solcher zur Arbeit als Assistenzarzt in Krankenhäusern und Arztpraxen befugt. Die Ausbildung zur selbständigen Berufsausübung befugten Facharztdauert je nach Fach zwischen zwei (»praktischer Arzt«) und 8 Jahren nach dem Studienabschluss. Für einen Facharzttitel muss zudem eine Facharztprüfung abgelegt werden. Danach darf sich der Arzt »Facharzt für <Fachgebiet> FMH« nennen. Die Erlaubnis zur Praxiseröffnung ist kantonal geregelt, die Zulassung zur Berufsausübung zulasten der Krankenkassen wird vom Krankenkassenzentralverband Santesuisse erteilt, ist aber nur eine Formalität. Aktuell besteht aber ein Praxiseröffnungs-Stopp, welcher die Berufsausübung zulasten der Krankenkassen einschränkt. Lediglich bei Bedarfsnachweis, z.B. bei einer Praxisübernahme, ist eine Zulassung möglich. Die jeweilige Fachgesellschaft prüft ? soweit dies überhaupt möglich ist ?, ob jeder Facharzt seiner Fortbildungspflicht (je nach Fachgebiet 60?100 Stunden pro Jahr) nachkommt. Seit dem 1. Januar 2005 gilt für die Assistenzärzte und Oberärzte eine durch das landesweit gültige Arbeitszeitgesetz begründete maximale Wochenarbeitszeit von 50 Stunden. Bis dahin waren Verträge mit der Formulierung »Die Arbeitszeit richtet sich nach den Bedürfnissen des Spitals« üblich, wodurch Arbeitszeiten oft über 60 und 70 Stunden pro Woche, ohne finanziellen Ausgleich zu leisten waren. Auch mit dem neuen Arbeitsgesetz leisten die Assistenzärzte und Oberärzte immer noch knapp 20 % mehr Wochenstunden als die übrigen Beschäftigten im Spital- und weiteren öffentlichen Bereich (42-Stundenwoche). Damit ergeben sich für die Assistenzärzte Stundenlöhne und Gesamtvergütungen die unter denen des Heilhilfspersonal (Krankenschwestern, Physiotherapeuten etc.) liegen. Für junge Oberärzte gilt Entsprechendes im Vergleich zu Heilhilfspersonal mit Fachausbildung und höherer Dienstaltersstufe (z.B. Intensivkrankenschwestern). Die Leitenden Ärzte und Chefärzte sind finanziell in der Gesamtvergütung besser gestellt, jedoch sind sie aus dem Arbeitszeitgesetz ausgegliedert und haben damit keinen gesetzlichen Schutz ihrer maximalen Arbeitszeit.

Ärzte in anderen Berufen

  • Einige Ärzte sind als Schriftstellerbekannt geworden, etwa Peter Bamm, Gottfried Benn, Georg Büchner, Hans Carossa, Louis-Ferdinand Céline, Michael Crichton, Alfred Döblin, Sir Arthur Conan Doyle, Rainald Goetz, Friedrich Reinhold Kreutzwald, Elias Lönnrot, William Somerset Maugham, Joaquín Navarro-Valls, Walker Percy, Friedrich Schiller, Carl Ludwig Schleich, Arthur Schnitzler, Anton P. Tschechow, Ernst Weiß, William Carlos Williams, und Friedrich Wolf.
  • Andere Ärzte sind Politiker geworden: Salvador Allende, Gro Harlem Brundtland, Georges Clemenceau, Howard Dean, Bill Frist, Che Guevara, George Habash, Bernard Kouchner, Jean-Paul Marat, Michelle Bachelet

Statistiken

Bild:ÄrzteNachTätigkeitsfeld D Ende2003.jpg

Zitate

  • Ärzte schütten Medikamente, von denen sie wenig wissen, zur Heilung von Krankheiten, von denen sie weniger wissen, in Menschen, von denen sie nichts wissen. (Voltaire)
  • Gleichgewicht
Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit, b) der Tod,
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe
uns zwischen beiden in der Schwebe.
(Eugen Roth)
  • An apple a day keeps the doctor away (Ein Apfel am Tag und der Arzt bleibt fort)
  • bzw. One Tequila per day keeps the doctor away...:-)


  • Wer heilt hat recht! (uralte fragwürdige Behauptung)
  • Todmüde Ärzte behandeln todkranke Patienten!

Siehe auch

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Wikiquote: {{{2|Arzt}}} ? Zitate

Liste bedeutender Mediziner und Ärzte
Approbation- Ärztekammer- Ärztemangel- Arztwechsel- Arztwerberecht- Medizinstudium
Gesundheitswesen- Gesundheitswesen Schweiz
Patient- Patientenverfügung- Betreuungsrecht- Gruppenkonsultation- Visite
Abrechnungsbetrug, Oberarzt

Literatur

  • Via medici-Buchreihe: Berufsplaner Arzt; Markus Vieten, Thieme Verlag, ISBN 3131161051

Weblinks

Bild:Wiktionary-ico-de.png
   
Wiktionary: {{{2|Arzt}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
  • http://www.aerzteblatt.de: Das deutsche Ärzteblatt
  • http://www.aerztezeitung.de: Einzige deutschsprachige Tageszeitung für Ärzte
  • http://www.facharzt.de: unabhängige Informations- und Diskussionsbasis für Ärzte, minutenschneller Nachrichtendienst, Abo-finanziert, Werbe-finanziert
  • http://www.arzt-auskunft.de: Arzt-Such-Service der Stiftung Gesundheit
  • http://www.med-kolleg.de/arzt/: Arztsuche
  • http://www.arzt.de: Deutsches Ärztenetz ? Informationen aus ärztlichen Organisationen in Deutschlandda:Læge

en:Physician fr:Médecin ga:Dochtúir leighis he:???? id:Dokter it:Medico ja:?? ko:?? la:Medicus nl:Arts no:Lege pl:Lekarz sk:Lekár sl:Zdravnik zh:??

Von "http://de.wikipedia.org/Arzt"



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