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Dendritische Zellen sind Zellen des Immunsystems. Sie sind nach ihren typischen Bäumchen-artigen Zytoplasma-Ausläufern (lat. dendriticus = verzweigt) benannt. Dendritische Zellen haben eine wichtige Funktion bei der Antigenprozessierungund Antigenpräsentation. Über Toll-artige Rezeptorenerkennen sie Keimstrukturen und können so die zelluläre Immunantwort steuern. Durch Ausschüttung entsprechender Zytokineund Expression bestimmter Zelloberflächen Rezeptoren beeinflussen sie die T-Zellen hin zu einer Th1- oder Th2-Antwort oder können z. B. autoreaktive T-Zellen in die Anergietreiben.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Formen
- 1.1 Follikuläre dendritische Zellen
- 1.2 Interdigitierende dendritische Zellen
- 1.3 Langerhans-Zellen
- 2 Klinik
- 3 Weblinks
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Formen
Follikuläre dendritische Zellen
Follikuläre dendritische Zellen finden sich v.a. in den Keimzentrenvon Lymphfollikeln(z.B. im Lymphknoten, Peyer-Plaques). Sie zeigen eine starke und feine Verzweigung, sind mit benachbarten Zellen über Desmosomenverbunden und zeigen Phagozytose-Aktivität. Follikuläre dendritische Zellen sind langlebig und sind für die Antigenpräsentation zuständig. Follikuläre dendritische Zellen interagieren mit B-und T-Lymphozyten. Antigen-Antikörper-Komplexe werden über sog. Fc-Rezeptorenpräsentiert. Außerdem finden sich sog. Komplement-Rezeptoren. Follikuläre dendritische Zellen sezernieren Zytokine, die Lymphozytenaktivierien und zur Proliferationanregen.
Interdigitierende dendritische Zellen
Die interdigitierenden dendritischen Zellen stammen aus dem Knochenmark. Man findet sie im gesamten Körper, v.a. jedoch in den T-Zell-Regionen der Lymphknoten, in den periarteriolären Lymphozyten-Scheide der Milz, im Thymus, den Tonsillenund den Peyer-Plaques. Die Plasmamembranist ATPasepositiv. Histologisch zeigen sie typische Fältelungen der Plasmamembran und einen bizarren Zellkern. Die interdigitierenden dendritischen Zellen zeigen im Elektronenmikroskopkeine Birbeck-Granula. Prozessierte Antigene werden über sog. MHC2-Moleküle den CD4- positiven T-Lymphozytenpräsentiert. Die Freisetzung von Zytokinendurch die dendritischen Zellen führt zur Stimulation und Proliferation von T-Lymphozyten. Dieser Zelltyp besitzt auf der Plasmamembran die kostimulatorischen Moleküle B7-1 und B7-2. Interdigitierende dendritische Zellen sind die potentesten
Stimulatoren für naive T-Lymphozyten. Reife, d.g. Antigen-präsentierende Zellen zeigen keine Phagozytose-Aktivität mehr.
Langerhans-Zellen
Langerhans-Zellen finden sich in der Epidermisder Haut(v.a. im Stratum spinosum) und in Schleimhäuten. Sie nehmen dort Antigeneüber Phagozytoseauf und wandern dann in die regionären Lymphknoten. Dort wandeln sie sich in interdigitierende dendritische Zellen um. Langerhans-Zellen präsentieren Antigenev.a. an T-Lymphozyten. Charakteristisch für Langerhans-Zellen ist der Nachweis von sog. Birbeck-Granula in der Elektronenmikroskopie. Dabei handelt es sich um Tennisschläger-förmige Zytoplasma-Formationen mit z.T. pentalaminärem Aufbau im Bereich des Stiels. Histologischzeigen das Langerhans-Zellen einen typischen eingekerbten Kern und ein sehr dunkles Zytoplasma.
Klinik
- Langerhans-Zellen spielen unter anderem bei Hypersensitivitätsreaktionvom Typ IV (zellulär bedingte Immunreaktion vom verzögerten Typ) eine große Rolle. Dies spielt z.B. beim Kontaktekzemeine Rolle.
- Dendritische Zellen werden in experimentellen Studien dazu benutzt, um gegen bereits vorhandene Tumorenzu "impfen". Dabei werden isolierte dendritische Zellen mit Tumorantigenenbeladen, mittels Zytokinen stimuliert und dem Patienten zurücktransfundiert. Die dendritischen Zellen sollen dem Immunsystemquasi den bereits im Körper vorhandenen Tumor, aber meist vom Immunsystem nicht erkannten oder nicht bekämpften Tumor, zeigen und damit die Immunabwehr auf den Tumor "hetzen".
- Bei der HIV-Infektionsollen Langerhans-Zellen den Virusvon den Schleimhäutendes Genitaltraktesin die regionären Lymphknoten tragen. Hier findet dann die Infektion von Lymphozyten statt und die Infektion schreitet von hier aus fort. Außerdem stellen dendritische Zellen ein wichtiges Reservoir für den HI-Virus dar.
Weblinks
- http://immuntherapie.net
- http://www.mssm.edu/msjournal/68/683160.shtml
- http://www.kmt.at/index.cfm?page=haut
- http://www.uibk.ac.at/c/c5/c533/dendri_d.htmlen:Dendritic cell
es:Célula dendrítica
fr:Cellule dendritique
he:?? ???????
ja:????
vi:T? bào tua
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