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Als Hirndruck wird ein Anstieg des intracraniellen Druckes(ICP) bezeichnet, dem eine Zunahme des Hirnvolumendurch eine Raumforderung oder eine Flüssigkeitsvermehrung zu Grunde liegt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursachen
- 2 Symptome
- 3 Komplikationen
- 4 Therapie
- 5 Weblinks
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Ursachen
Ursächlich für eine Raumforderung können Hirntumore, Abszesseoder Hirnblutungensein. Eine Flüssigkeitsvermehrung entsteht bei einem Hirnödem, das traumatisch (Schädel-Hirn-Trauma), toxisch, metabolisch, hypoxisch, entzündlich (Meningitisoder auch durch eine Enzephalitis) verursacht werden kann. Aber auch eine Behinderung des Liquorabflusses durch eine angeborene Fehlbildung, postentzündliches Verkleben der Hirnhautoder durch eine so genannte Aquäduktstenose führen zum Anstieg des Hirndrucks.
Der Druckführt zu einer Kompression des Nervengewebes und zur Verminderung der Sauerstoffversorgung. Dadurch wird die Blut-Hirn-Schrankegestört und die Durchlässigkeit der Kapillarennimmt zu. Folge ist die Ausbildung oder Verstärkung eines Hirnödems, welches zu einem noch größeren Druckanstieg führt.
Symptome
Leitsymptome für einen erhöhten Hirndruck sind -neben Kopfschmerzund Erbrechen- eine Stauungspapille (eine Blutstauung der Netzhaut, die mittels eines Augenspiegels (Funduskopie) diagnostiziert werden kann). Treten diese Symptome zusammen auf, spricht man von einer ?Hirndruck-Trias?. Als weitere Symptome können Schwindel, Augenmuskellähmung, Bradykardieund Atem- und Bewusstseinsstörungauftreten, die von gesteigerter Abwesenheit bis hin zum Komareichen.
Komplikationen
In Folge eines Hirndruckanstiegs kann es zur Massenverschiebung zur Einklemmungvon Teilen des Gehirns kommen.
Werte:
| 0- 10mmHg
| Normaler ICP
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| 11-20mmHg
| leicht erhöhter ICP
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| 21-40mmHg
| stark erhöhter ICP
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| über 40mHg
| sehr stark erhöhter ICP
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Wichtig ist hierbei, das nicht der einmalige ICP Anstieg, sondern ein dauerhafter stark erhöhter ICP Wert zu der Verschlechterung der sekundären Hirnschädigung und zu der Verschlechterung des neurologischen Outcomesführt.
Therapie
Grundsätzlich müssen Patienten mit erhöhtem Hirndruck intensivmedizinsch überwacht werden.
- Glukocortikoide(z.B. Fortecortin, Urbason) haben abschwellende Wirkung bei bestimmten Formen des Hirnödemsund können in diesen Fällen den ICP senken (Nur bei malignen Tumoren einsetzbar. Laut Studienlage keine Verbesserung des Outcomes beim SHT)
- Da unter Umständen die Autoregulation des Blutdrucks im Gerhirn versagt muss der Blutdruck bei Patienten mit erhöhtem ICP engmaschig (z. B. invasive RR-Messung) gemonitort und in physiologischen Grenzen gehalten werden.
- Osmotherapeutika(Mannitol, Osmofundin) können kurzfristig den Hirndruck senken, wenn er kritische Werte erreicht.
- Die Lumbalpunktionzur Druckentlastung kann kontraindiziertsein, wenn dadurch die Gefahr einer Hirneinklemmungim hinteren Schädel besteht (Lebensgefahr).
- Je nach Ursache kann aber eine Ableitung des Liquors mittels externer Ventrikeldrainageoder mithilfe eines Ventrikuloperitonealen Shuntnotwendig sein.
- Als Ultima ratiokann eine Dekompressionskraniektomienotwendig werden.
Weblinks
- http://www.zwai.net/pflege/Intensiv/Journal/Intensivpflege/Externe_Ventrikeldrainage_am_Beispiel_des_Hanni-Set/
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hirndruck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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