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Hyperkaliämie ist eine Krankheit.
Im Blutgelöst sind lebenswichtige Mineralsalzewie z.B. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid.
Besonders wichtig ist der Gehalt an Natrium und Kalium im Blut. Natrium befindet sich hauptsächlich gelöst außerhalb der Körperzellenin der Körperflüssigkeit einschließlich des Blutvolumens.
Kalium hingegen befindet sich hauptsächlich innerhalb der Körperzellen.
Das Gleichgewicht von Kalium außerhalb der Zellen mit dem Natrium innerhalb der Zellen ist für den Körper von lebenswichtiger Bedeutung. Die Niereist das entscheidende Organ, um in den Natrium-/Kaliumhaushalt einzugreifen. Befindet sich zuviel Kalium in Blut (z.B. durch reichlichen Verzehr von Bananen) wird vermehrt Kalium über die Nieren ausgeschieden.
Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einem Überschuss an Kalium, zur sogenannten "Hyperkaliämie" kommen. Da der Kaliumwert außerhalb der Zellen nur in ganz engen Grenzen schwanken darf, ist dies eine lebensgefährlicheSituation. Letztendlich kommt es dann zu einer Lähmungder Muskulatur, einschließlich der Muskulatur des Herzens, damit zum Herzstillstand.
In der Herzchirurgiemacht man sich diese Eigenschaft eines hohen Kaliumspiegels zu Nutze. Bei einer Bypassoperation, Klappenoperation oder anderen Herzoperationen mit einer Herz-Lungen-Maschinewird das Herz in einer sogenannten "kardioplegen Lösung", einer Lösung u.a. mit stark erhöhtem Kaliumanteil ruhiggestellt; man kann dann ungestört die Bypassgefäße annähen, oder andere Operationen am stillgelegtem Herzen durchführen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Diagnose
- 2 Ursachen
- 3 Therapie kaliumumverteilende und kaliumsenkende Maßnahmen
- 4 Siehe auch
- 5 Weblinks
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Diagnose
Hyperkaliämie: Serumkaliumwerte > 5,5 mval/l
Ein einzelner erhöhter Wert sollte immer kontrolliert werden, da durch Hämolysebei unsachgemäßer Blutabnahme scheinbar erhöhte Kaliumwerte gemessen werden.
EKG-Veränderungen:
- spitze hohe T-Welle
- Verlust der P-Welle
- Verbreiterung des QRS-Komplexes
- Bradykardie
Ursachen
- verminderte Elimination
- akutes Nierenversagen
- chronische Niereninsuffizienz
- Nebennierenrinden-Insuffizienz (M. Addison)
- medikamentenbedingt
- ACE-Hemmer
- Eplerenone
- Spironolacton
- Triamteren
- metabolisch bedingt
- erhöhte Zufuhr
- kaliumreiche Infusionen
- viel Trockenobst oder kaliumreiche Früchte bei reduzierter Ausscheidung
Therapie kaliumumverteilende und kaliumsenkende Maßnahmen
- akut: 20 ml 10 %ige Kalziumlösung i.v. über 2 Min., Wirkungsdauer ca. 30 Min.
- Insulin und Glukose als Infusion
- 500 ml 10 %ige Glukoselösung + 10 I. E. Alt-Insulin (1 I. E. Insulin/5 g Glukose),
- Wirkungsbeginn nach 30 Min., Wirkungsdauer 4?6 Std
- 40 ml 8,4%iges Natriumbikarbonat über 5 Min. i. v., Wirkungseintritt nach ca. 10 Min.
- Furosemidi. v.
- Einschränkung der enteralen Kaliumzufuhr
- orale Einnahme von Kationenaustauschern
- Absetzen von Eplerenon, Spironolacton, Triamteren, ACE-Hemmer
Siehe auch
- Hypokaliämie
- Nierenversagen
Weblinks
- http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=37332
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hyperkaliämie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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