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Jetventilation

Jetventilation ist eine spezielle Beatmungsformfür operative Eingriffe an den Atemwegenin Narkose. Man versteht darunter die stossweise Applikationvon Beatmungsgas unter hohem Druck durch dünne und ungeblockte Leitungen in die nach aussen offenen Atemwege. Da relativ grosse Gasvolumina durch englumige Leitungen und Düsen hindurchfliessen, werden die Gaspartikel auf sehr hohe Geschwindigkeiten beschleunigt. Dadurch entstehen die charakteristischen Strömungsgeräusche, welche die Verwendung des ?Jet?-Begriffs rechtfertigen. Es hat sich eingebürgert bei <1 Hz von Nieder- oder Normofrequenter Jetventilation (NFJV) und bei 1?10 Hz von Hochfrequenz Jetventilation (HFJV) zu sprechen. Das operative Indikationsgebiet der HFJV beschränkt sich zur Zeit im wesentlichen auf diagnostische und chirurgische Eingriffe an Kehlkopf, Atemwegen und Lunge. Einerseits handelt es sich um endoskopisch vorgenommene diagnostische und chirurgische Interventionen mit starrem Bronchoskop, Stützlaryngoskop, diversen Optiken sowie Binokularmikroskop. Grundlage dieser Operationen ist die Mikrolaryngoskopiemit Expositiondes Operationsgebiets mittels Kleinsasser-Instrumentoder Abwandlungen desselben. Hierbei gelangen sowohl mikrochirurgische Techniken als auch Laserresektionenzum Einsatz. Tiefer gelegene Läsionen werden auf direktem Weg (transkutan) angegangen, wie im Fall von Trachea- oder Bronchusresektionen, -plastiken oder Operationen am Tracheostoma. Die Kombinationen beider Zugänge kommt bei der Im- und Explantationvon laryngotrachealen Stentssowie von Stimmprothesenvor.




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