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Die Analatresie ist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Anus nicht durchgängig ist. In der Regel ist die Analatresie mit einer Fistel(Verbindungsgang) zwischen dem Enddarm und der Haut oder dem Urogenitaltrakt vergesellschaftet. Bei Mädchen kann die Extremform einer sogenannten Kloakenfehlbildung auftreten, bei der sowohl Blase/Harnröhre, Gebärmutter/Scheideals auch Enddarmbetroffen sind und für alle 3 Systeme nur eine einzige Öffnung nach außen existiert.
Diagnostik
Die Analatresie fällt in der Regel dadurch auf, dass bei einem neugeborenen Kind der Anus optisch fehlt bzw. kein Fiebermessen möglich ist. Bei Mädchen ist die Untersuchung der Anzahl der Öffnungen im Genitalbereich (normal 3: Harnröhre, Scheide, Anus) von großer Bedeutung für das weitere Vorgehen.
Therapie
Je nach Komplexität der Fehlbildung wird zunächst ein Anus praeter(künstlicher Darmausgang) angelegt, oder, nach Stabilisierung des Kindes, eine operative Korrektur der Fehlbildung durchgeführt. Bei Anlage eines Anus praeters wird die Fehlbildung im Alter zwischen 3 und 9 Monaten korrigiert. Wichtig ist hierbei, dass stets die kompette Fehlbildung und nicht nur Teile davon korrigiert werden müssen.
Nachsorge
Viele Kinder leiden später an einer Inkontinenz(unwillkürlicher Stuhlabgang) oder einer Obstipation(Verstopfung). Von sehr großer Bedeutung für die Lebenserwartung ist das Erkennen und die Therapie häufig gleichzeitig vorliegender Probleme des Harntraktes. Eine kontinuierliche Nachsorge in einem entsprechenden Zentrum ist daher für die Lebensqualität und Lebenserwartung der Kinder von großer Bedeutung.
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