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Gastroschisis

Die Gastroschisis (griechisch????????????, von gástro~, ?Magen~, Bauch~? und s-chísis/s-chísma, ?die Spaltung?) wird eine vorgeburtlich (pränatal) spontan entstehende meist rechts vom Nabelgelegene Fehlbildungder Bauchwandmit Vorfall von Darmschlingenbeim Fetusbezeichnet. Die Besonderheit wird oft mittels Feinultraschallim Rahmen von Pränataldiagnostikdiagnostiziert und ist nachgeburtlich (postnatal) in den meisten Fällen operabel.

Entstehung

Beim Schließen der Bauchhöhlein der Zeit um die 15. Schwangerschaftswocheziehen sich die zunächst äußerlich angelegten Organe in die Bauchhöhle zurück. In eher seltenen Fällen verbleiben Darmschlingenaußerhalb des Bauchraumes; in der Bauchdecke bleibt ein Loch. Damit einhergehend liegt häufig eine Atresiedes Darms (Darmverschluss) vor, die als lebensbedrohliches Krankheitsbildein sofortige Operation unmittelbar nach der Geburterfordert.

Vorgehen

Da die außen verbliebenen Organe im Fruchtwasserliegen und durch die zunehmende Konzentration von kindlichen Ausscheidungen darin geschädigt werden, ist meist eine geplante Geburt erforderlich. Die beiden Ziele ?maximale Reife des Neugeborenen? und ?minimale Schädigung der Organe? müssen dabei abgewogen werden. Häufig wird ein Kaiserschnittvorgenommen.

Innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt wird eine erste chirugische Versorgung des neugeborenen Kindes vorgenommen, um die Darmpassageherzustellen und die außenliegenden Schlingen in den Bauchraum zu verlagern. Es wird entweder die direkte operative Therapie durchgeführt, oder in neuerer Zeit auch zunächst auf der Internsivstation die Verlagerung der Darmschlingen in einen Plastiksack, der an der Bauchdecke fixiert und über dem Kind aufgehängt wird. In den folgenden Tagen rutschen die Darmschlingen dann entsprechend der Schwerkraft in den Bauchraum.

Wird eine direkte operative Therapie durchgeführt, gelingt es bei entsprechender Erfahrung der Klinik in den meisten Fällen, die Darmschlingen bei der ersten Operation in den Bauchraum zu verlagern und die Bauchdecke ohne Fremdmaterial zu verschließen. Begleitende Fehlbildungen wie die Darmatresiewerden, soweit bei erster OP sichtbar, mitkorrigiert. Muss während der Operation Fremdmaterial eingesetzt werden, da die Bauchhöhle zu klein ist, wird dieses später in einer (oder mehreren) weiteren Operationen wieder entfernt. Darmverschlüsse (Ileus) sind eine typische Komplikation.

Der postoperative Kostaufbau kann sehr lange dauern (manchmal mehrere Wochen). Während dieser Zeit erhalten die Kinder alle notwendigen Nahrungsbestandteile über eine Infusion.

Weblink

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Wiktionary: {{{2|Gastrochisis}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
  • Informationen, Forum Erfahrungsberichte von Eltern betroffener Kinder



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