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Pavor nocturnus

Bild:Disambig-grau.png Dieser Artikel befasst sich mit der Angststörung. Für die gleichnamige Death Metal-Band siehe Pavor (Band).

Der Pavor (lateinischdie Angst) oder der Angor (lateinisch die Beklemmung, vergleiche Angina) ist eine Form der Schlafstörung, eine Parasomnie, die vorwiegend Klein-und Schulkinderbetrifft. Sie kann nach dem zeitlichen Auftreten in zwei Formen unterteilt werden:

  • der Pavor nocturnus ist die Nachtangst,
  • der Pavor diurnus ist die Tagangst (Form beim Mittagsschlaf).

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Symptome
  • 2 Differentialdiagnose
  • 3 Ätiologie
  • 4 Therapie

Symptome

Während des ersten Schlafdrittels (typischerweise ein bis drei Stunden nach dem Einschlafen) schreckt das Kind mit einem Schrei aus dem Schlaf und ist vegetativzunächst so aktiviert, dass es für bis zu fünfzehn Minuten nicht ansprechbarsein kann. Als Zeichen dieser vegetativen Erregung kommen Kaltschweißigkeit, schneller Puls (Tachykardie) und beschleunigte Atmung (Tachypnoe) vor. Das Kind erkennt seine Eltern nicht und lässt sich nicht wecken. Am Ende des Anfalls erwacht es und schläft meist wieder ruhig ein. Meist kann es sich daraufhin nicht an das Geträumte erinnern (Amnesie), und gelegentlich liegt auch Schlafwandeln (Somnambulismus) vor.

Differentialdiagnose

Diese Anfälle sind nicht zu verwechseln mit Alpträumen, deren Traumthemen nach dem Erwachen zunächst meist sehr gegenwärtig sind und die nach heutiger Lehrmeinungals eigenständige Krankheitsentitätaufzufassen sind.

Ätiologie

Als Krankheitsursache wird von psychoanalytischerWarte die Angst des Kleinkindesvor der Dunkelheitoder einem Liebesentzugvermutet, andere Psychiater, Kinderärztinnenund Neurologenmeinen, es liege eine Unreife der Steuerung der Schlafphasenfolge vor.

Therapie

Es werden gegebenenfalls trizyklische Antidepressivaeingesetzt.




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