Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



Zurück
[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Phosphatdiabetes

Der Phosphatdiabetes, auch Familiäre hypophosphatämische Rachitis, oder Vitamin-D-resistente Rachitis oder idiopathisches Debré-de-Toni-Fanconi-Syndrom genannt, ist eine X-chromosomaldominantvererbte Störung der Phosphatrückresorptionim proximalen Nierentubulus, die zu einer erhöhten Phosphatausscheidung über den Harnführt.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Häufigkeit
  • 2 Ursache
  • 3 Pathogenese
  • 4 Symptome
  • 5 Diagnostik
  • 6 Therapie
  • 7 Prognose

Häufigkeit

Die Inzidenzder Erkrankung beträgt 1:25.000. Mädchen sind dabei doppelt so oft wie Jungen betroffen, zeigen aber leichtere Verläufe der Erkrankung.

Ursache

Beim Phosphatdiabetes liegt eine Mutationfür ein Genauf dem kurzen Arm des X-Chromosoms (Xp22.1) vor. Der genaue Mechanismus der Entstehung ist noch ungeklärt. Es wird angenommen, dass das mutierte Gen für ein Membranproteinkodiert, welches ein Hormonzur Regulation der renalen Phosphatauscheidung aktiviert.

Pathogenese

Durch den renalen Verlust von Phosphat, sinkt das Kalzium-Phosphat-Produkt. Dadurch kommt es zu einer gestörten Knochenmineralisation.

Neben der Störung der Phosphatrückresorption ist auch die Calcitriolsekretionbetroffen. Trotz erniedrigter Phosphatspiegel im Serum steigt die Calcitriolsekretion nicht an.

Symptome

Die Erkrankung manifestiert sich meist im zweiten Lebensjahr in Form von Skelettdeformierungenmit starken Genua und Coxa vara (O-Beine), breitbeinigem Watschelgang, Minderwuchs, gestörter Zahnentwicklung, sowie falls keine Behandlung erfolgt, Innenohrschwerhörigkeit


Diagnostik

Typisch sind das klinische Bild, das Manifestationsalter und die Familienanamnese. Im Blutzeigt sich ein erniedrigter Phosphatspiegel, eine erhöhte alkalische Phosphatasebei normalem Spiegel für Kalzium, Parathormonund Calcitriol.

Im Röntgenfinden sich rachitischeVeränderungen der Metaphysen der Unterarmen, später auch von Knie-und Sprunggelenken, sowie Zeichen der Osteomalazie.


Therapie

Als Therapie wird die Gabe von Phosphortabletten und Calcitriolempfohlen. Die Therapie sollte so früh wie möglich begonnen werden, um Skelettschäden zu vermeiden. Wegen der Gefahr der Entwicklung einer Nephrokalzinose, sollten regelmäßige Kontrollen der Niere durch Ultraschallerfolgen.

Prognose

Bei rechtzeitiger Behandlung können schwere Knochendeformitäten verhindert werden. Bei spätem Behandlungsbeginn können orthopädische Korrekturen notwendig sein.




Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Phosphatdiabetes aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 
  Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.