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Der Scharlach ist eine akute Infektionskrankheit, die vor allem im Kindesalterauftritt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursache
- 2 Symptome
- 3 Behandlung
- 4 Komplikationen
- 5 Weblinks
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Ursache
Scharlach wird durch ?-hämolysierendeStreptokokkender Gruppe A ausgelöst. Diese müssen einen Bakteriophagenbesitzen, der für die Produktion des Scharlach-Toxins verantwortlich ist. Ansonsten kommt es nur zu einer banalen eitrigen Mandelentzündung. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfchen- und Kontaktinfektion über Mundund Rachen. Auch über offene Wunden kann der Erreger übertragen werden (Wundscharlach). Viele Gesunde tragen unbemerkt den Keim in sich und sind die primäre Infektionsquelle.
Symptome
Die Krankheit beginnt nach einer Inkubationszeitvon zwei bis acht Tagen mit Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen und einer Rachenentzündung. Der Rachen ist typischerweise tiefrot und die Gaumenmandelnsind geschwollen. Es kommt zu Schluckschmerzen und geschwollenen Lymphknotenam Hals. Die Zungeist zunächst weiß belegt, später lösen sich die Beläge und die Zunge erscheint glänzend rot mit hervorstehenden Geschmacksknospen. Dies wird als Erdbeer- oder Himbeerzunge bezeichnet.
Nach ein bis vier Tagen zeigt sich der charakteristische Ausschlagmit nicht juckenden, dicht beieinander stehenden, stecknadelkopfgroßen, intensiv rotgefärbten leicht erhabenen Flecken. Bevorzugte Stellen sind die Achseln und die Leisten, es kann aber auch der ganze Körper befallen sein, allerdings bleibt das Mund-Kinn-Dreieck frei. Diese periorale Blässe wird auch als Milchbart bezeichnet. Etwa 14 Tage nach Beginn kann es zu einer ebenfalls charakteristischen Schuppung der Haut an den Finger- und/oder Zehenkuppen kommen. Dadurch lässt sich manchmal die Diagnose auch noch im Nachhinein stellen.
Behandlung
Scharlach spricht immer noch sehr gut auf Penicillinan. Wegen des erhöhten Risikos von Komplikationen bei unbehandelten Verläufen sollte diese Therapie auch konsequent für zehn Tage durchgeführt werden. Daneben gehören natürlich symptomatischen Maßnahmen, wie Fiebersenkung, Linderung der Schluckbeschwerden durch Gurgeln oder lokal schmerzstillende Lutschtabletten, zur Therapie.
Komplikationen
Als Komplikationen gefürchtet sind vor allem die sogenannten Streptokokken-Nacherkrankungen: Die Poststreptokokken-Glomerulonephritisund das rheumatische Fieber. Dabei handelt es sich um immunologischeErkrankungen durch die Abwehrreaktion des Immunsystems gegen die Scharlach-Erreger, die etwa vier bis sechs Wochen nach Erkrankung auftreten können.
Eine Immunität wird nur gegen das Toxin erzeugt, das bei der abgelaufenen Infektion vorherrschend war. Daher sind mehrfache Erkrankungen an Scharlach möglich.
Weblinks
- Scharlach - gehäuftes Auftreten in den Wintermonaten
- Scharlach und andere Infektionskrankheiten durch Streptococcus pyogenes
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Scharlach (Krankheit) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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