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Bergungstod

Als Bergungstod bezeichnet man das Phänomen, dass vermeintlich gerettete Katastophenopfer, die manchmal Stunden und Tage in misslicher Lage überlebt hatten, Minuten nach der Bergung durch Einsatzkräfte plötzlich doch wegsterben.

Zurückzuführen ist das physiologischdurch die verbesserte Durchblutung des verletzten Körpers. Dies kann in manchen Fällen, wenn keine geeigneten medizinischen Maßnahmen ergriffen werden, zu Vergiftung der inneren Organe führen.

Bergungstod in der Bergrettung

In der Bergrettung gibt es zwei häufige Situationen, in denen der Bergungstod vorkommen kann. Zum einen ist dies die Hypothermie, wobei durch das Zurückströmen von kaltem Schalenblut bei der Rettung ein Kreislaufzusammenbruch verursacht wird. Zum anderen ist es das Hängetrauma. Dabei hängt eine Person längere Zeit, wodurch das Blut in die unteren Extremitäen versackt. Strömt das Blut bei der Rettung plötzlich in den Organismus zurück, kann es ebenso zum Kreislaufschock kommen. Durch die Entwicklung ergonomischer Sitzgurte kann die letztere Form des Bergungstodes hinausgezögert werden, aber auch darin kann der Bergungstod bei langem Hängen nicht ausgeschlossen werden.

Weblinks

  • Katastrophenmediziner informieren anlässlich des Unglückes von Bad Reichenhall (Ärzteblatt 4. Januar 2006)
  • Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V.



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