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Augenlicht

Augenlicht ist eine veraltete Bezeichnung für die Sehfähigkeit. Das Erblindenwird auch heute noch häufig als Verlust des Augenlichts bezeichnet.

Der Begriff bezieht sich auf die schon vor langer Zeit als falsch erkannte Annahme, die Augenwürden zum Sehen den Blick aktiv (wie Sehstrahlen) aussenden, der ähnlich wie beim Radardas Bild wahrnehmend erfasst.

Psychologisch untermauert wurde diese Ansicht durch das gelegentlich auftretende intensive Gefühl, beobachtet zu werden oder auch durch das gefühlte "Ineinanderfallen" bei einem intensiven oder auch überraschenden Augenkontakt. In Redensarten wie "wenn Blicke töten könnten ..." oder "stechender, bohrender Blick" sowie in der Vorstellung vom Bösen Blicklebt diese Auffassung weiter. Auch das Wort Blick selbst geht auf diese Vorstellung zurück, denn seine ursprüngliche Bedeutung ist 'Blitz, Strahl'.

Ein berühmtes Zitat von Goethespricht ebenfalls diesen Aspekt an: "Wär nicht das Auge sonnenhaft, Die Sonne könnt es nie erblicken." Wenngleich das Auge keine Sehstrahlen aussendet, so ist doch der Akt der visuellen Wahrnehmung, insbesondere die Gestalterkennungund die Farbwahrnehmung, kein passives, mechanisches Reagieren auf Lichtreize, sondern physiologisch und psychologisch so komplex, dass über den bloßen Rezeptionsvorgang eines Sinnesorgans hinaus durch das Augenlicht quasi aktiv die Welt ergriffen und begriffen wird. Rudolf Steinerformuliert gleichnishaft: "Der Mensch sieht nur das klar, was er mit dem Lichte seines Inneren bestrahlen kann."


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Von "http://de.wikipedia.org/Augenlicht"



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