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| Dieser Artikel erläutert den Beruf Bader; für andere Bedeutungen siehe Bader (Begriffsklärung).
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Bild:Bader.jpg Der Bader aus Jost AmmansStändebuch (1568)
Bader ist eine mittelalterliche Berufsbezeichnung, auch Stübner genannt, da mit dem Beruf der Betrieb eine Badestube vebunden war. Außer der Arbeit der heutigen Frisöre? rasieren und Haare schneiden ? erledigten die Bader kleinere Operationen und Aderlässesowie das Ziehen von Zähnen mit der Zange, dem Zahnschlüsseloder dem Pelikan. Im Badehausging es aber nicht primär um die Hygiene, wie in einer Form heutiger Saunaclubs stand vielmehr der Spaß am Bade im Vordergrund. Badhäuser waren auch Bordelle, die schlechten hygienischen Zustände sorgten oft für die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten, z. B. Syphilis.
Die Tätigkeit der Bader galt bis 1406 als unehrenhaft. Erst 1548erhielt diese Berufsgruppe Zunftrechte. Bader waren insbesondere ein mittelalterlicher und bis in die frühe Neuzeit reichender Ersatz für Chirurgen. Bader und Barbiere sind allesamt Formen der so genannten Handwerksärzte, die entgegen der akademischen Ausbildung heutiger Mediziner eine handwerkliche Ausbildung genossen. Die Laufbahn vom Gesellen zum Meister war explizit geregelt. Mit dem Aufkommen der akademischen Medizin gab es europaweite Auseinandersetzungen zwischen Medizinern alter und neuer Schule.
Weblinks
- http://www.altmeusebach.de/Badehaus.html
- http://www.medizin-museum.unizh.ch/
- Artikel Handwerkschirurgenim Historischen Lexikon der Schweizen:Barber surgeon
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