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Sauerbruch-Arm

Der Sauerbruch-Arm war eine von dem Chirurgen Ferdinand Sauerbruchkonstruierte Prothese, die hauptsächlich für versehrte Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkriegsgedacht war. Die hohen Kosten für die Prothese konnten jedoch nur wenige Betroffene aufbringen, so daß ihre Anwendung von vornherein nur begrenzt war. Dazu wurde bei dem verbliebenen Armstumpf durch das Muskelfleisch ein Kanal gelegt, durch den ein Bolzen eingeführt wurde. Damit konnten die Bewegungsreize im Armstumpf auf die Prothesenteile insbesondere der Hand übertragen werden. Die Hand wie auch die Finger waren so steuerbar. Durchgesetzt indes hatte die Sauerbruch-Prothese indes sich auch deshalb nicht, weil in diesem Kanal oft Entzündungen und Infektionen auftraten. Der Gedanke die motorische Steuerung auf die Prothese zu übertragen wurde indes nicht verworfen, sondern dieser kam bei der myoelektischen Prothesewieder auf. Dennoch ist auch ihre Verbreitung wegen des hohen Preises begrenzt.

Literatur

  • Martin Friedrich Karpa: Die Geschichte der Armprothese unter besonderer Berücksichtigung der Leistung von Ferdinand Sauerbruch. Dissertationsschrift, Bochum 2004, Volltext im PDF-Format (4,65 MB)

Siehe auch

Fischer-Hand

Von "http://de.wikipedia.org/Sauerbruch-Arm"



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