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Telemedizin

Die Telemedizin ist ein Teilbereich der Telematikim Gesundheitswesenund bezeichnet Diagnostikund Therapieunter Überbrückung einer räumlichen oder auch zeitlichen (?asynchron?) Distanz zwischen Arztund Patientenoder zwischen zwei sich konsultierenden Ärzten mittels Telekommunikation.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Allgemeines
  • 2 Anwendungen
  • 3 Herausforderungen
    • 3.1 Technische Herausforderungen
    • 3.2 Organisatorische Herausforderungen
    • 3.3 Wirtschaftliche Herausforderungen
    • 3.4 Juristische Herausforderungen
  • 4 Siehe auch
  • 5 Weblinks

Allgemeines

Telemedizinische Verfahren werden in größerem Umfang seit den 1980er-Jahren erprobt. Triebkraft zur Telemedizin ist eine räumliche Trennung von Arzt und Patient oder Arzt und Facharzt, wie sie in der Raumfahrt(hier auch Telemetrie), bei Expeditionen (Arktis/Antarktis) und in militärischen Einsätzen zu beobachten ist. Auch großflächige Länder mit einer geringen Einwohnerzahl in entlegenen Gebieten haben früh einen Bedarf für telemedizinische Anwendungen gesehen. Aus diesem Grund sind viele Forschungen in Norwegenerfolgt. Wo möglich, gibt es aber auch andere Formen der Versorung neben der Telemedizin, wie die Flying Doctorsaus Australienzeigen. Ein Nachteil der Telemedizin ist häufig das Fehlen der therapeutischen Möglichkeiten, da ein Facharzt nicht vor Ort ist. In den medizinisch gut versorgten Gebieten wird Telemedizin mit dem Ziel der Qualitätsverbesserung, z. B. durch Einholung einer Zweitmeinung verwendet. Daneben kann Telemedizin auch einen Beitrag zur Verbesserung der Aus-, Fort- und Weiterbildung leisten.

Anwendungen

  • Telemetrie
  • Telediagnostik
  • Teleradiologie
  • Telekonsultation
  • Telechirurgie

Herausforderungen

Die Telemedizin hat technische, organisatorische, wirtschaftliche und rechtliche Herausforderungen zu bewältigen:

Technische Herausforderungen

Telemedizin bedeutet die Anwendung von Kommunikationsmitteln und beinhalten damit die Anforderung von Interoperabilität zwischen den Kommunikationspartnern. Hier haben sich in den letzten Jahren z. B. Videokonferenzstandardsetabliert. Der technische Aufwand ist jedoch zum Teil groß, insbesondere, wenn radiologische Modalitäten (NMR) an weit entfernte Workstations und Archive mittels des DICOMStandards angebunden werden müssen. Ein weiteres Problem ist die Datenqualität, die durch die Gewinnung der Daten, ihre Weiterleitung oder die Kompression von Daten verändert sein kann. Telemedizinische Verfahren sollten daher klinisch validiert sein. Aufgrund der äußerst einschränkenden Regelungen für die Vermittlung von Patientendatenist die Gewährleistung von Datenschutzeine Herausforderung für die Telemedizin. Personenbezogene Daten dürfen in der Regel nur anonymisiertoder pseudonymisiertausgetauscht werden. Technische Lösungen hierzu sind auch Verschlüsselungen des Datenstroms, die aber eine entsprechende Ausstattung bei Sender und Empfänger voraussetzen.

Organisatorische Herausforderungen

Die Kommunikationspartner müssen Absprachen treffen, wie der Datenaustausch erfolgen soll. Bei synchroner Übertragung sind feste Zeiten zu vereinbaren. Dies ist im Klinikalltag nicht immer zu gewährleisten. Ebenso verlangt auch die Telekonsultation die Dokumentation, was u. U. zu Mehraufwand führt.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Die Telemedizin verursacht Fixkosten (Geräteanschaffung) und Betriebskosten (Verbindungskosten, Personalkosten). Hier stellt sich die Frage, wer diese Kosten übernimmt. So stellt die Vergütung und Abrechnung vielerorts noch ein Hemmnis für die Einführung von Telemedizin dar. Viele geförderte Projekte werden daher nach dem Förderungszeitraum nicht mehr betrieben.

Juristische Herausforderungen

Im allgemeinen unterscheidet man eine ?erste Meinung? und eine ergänzende Zweitmeinung. Während die Zweitmeinung rechtlich weniger Bedenken verursacht, kann eine rein auf Telemedizin abstützende Erstmeinung rechtlich problematisch sein. Eine solche Situation kann z. B. vorliegen, wenn kein Facharzt vor Ort ist und die Diagnose allein durch eine telemedizinische Konsultation von einem entfernten Facharzt durchgeführt wird. Die Datenqualität ist ebenfalls für die rechtliche Bewertung entscheidend. Daher sollte eine Validierung des Verfahrens durchgeführt werden.

Siehe auch: Schweigepflicht

Siehe auch

  • Elektronische Patientenkarte
  • Portal:Medizin

Weblinks

  • http://www.telemedizin.de
  • http://www.informatikmed.de/telemedizin.htm
  • http://www.medi-informatik.de/telemedizin.php
  • http://www.m-ww.de/enzyklopaedie/diagnosen_therapien/telemedizin.html
  • http://www.aerztezeitung.de/computer/telemedizin/
  • http://www.gmds.deen:Telemedicine

pt:Telemedicina ru:????????????

Von "http://de.wikipedia.org/Telemedizin"



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Telemedizin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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