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Intention-to-treat

Intention-to-treat bzw. Intention-to-treat-Analyse ist ein Begriff aus der medizinischen Statistik, der in den deutschsprachigen medizinischen Zeitschriften häufig verwendet wird.

Es handelt sich um ein Analyseprinzip von Daten, die in exakten medizinischen Vergleichsstudien (in der Regel Wirksamskeitvergleich einer bestimmten Therapie (Verum) gegenüber Plazebo) -in sogenannten kontrollierten, randomisiertenStudien- erhoben wurden. Dabei werden alle Patienten/Fälle, die am Anfang unter Zuordnung in die Verum-Gruppe oder die Plazebo-Gruppe in die Studie aufgenommen wurden am Ende auch in der Ergebnisauswertung berücksichtigt. Auch die Daten derjenigen Patienten, die während der laufenden Studie aussteigen (z. B. wegen Patientenwunsch oder Nebenwirkungen oder weil medizinische Notwendigkeiten eine ganz andere Behandlung erforderlich machten) und die Studienbehandlung daher nicht bis zum geplanten Studienende mitmachen, müssen in die Auswertung aufgenommen werden.

Dieses Auswertungsprinzip mag auf den ersten Blick unlogisch erscheinen, entspricht aber am ehesten den Verhältnissen in der täglichen Praxis - also außerhalb von Studien - bei denen es z. B. zum absichtlichen oder versehentlichen Weglassen von verschriebenen Medikamenten kommen kann.

"Intention-to-treat" bedeutet also, dass die Daten aller Patienten, die man vorher intendierte zu behandeln, nachher auch ausgewertet werden müssen. Und dies unabhängig davon, ob die Behandlung auch tatsächlich in der geplanten Form durchgeführt wurde.

Von "http://de.wikipedia.org/Intention-to-treat"



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