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Osteosynthese

Die Osteosynthese ist die operative Versorgung von Knochenbrüchenund anderen Knochenverletzungen (z.B. Epiphysiolysen) mit Metallimplantaten. Ziel ist dabei die Fixierung der Fragmente gegeneinander in einer möglichst normalen Stellung (Reposition). Im Gegensatz zum Gipserlaubt die Osteosynthese in der Regel eine frühzeitige Beübung (sog. übungsstabile Osteosynthese) oder sogar Belastung (sog. belastungsstabile Osteosynthese) der Fraktur.

Die Wahl, ob eine Fraktur mit Gips, Osteosynthese und gar keiner Versorgung behandelt wird, geschieht je nach Lokalisation, Belastung, Fehlstellung der Fragmente, Folgen eines Beweglichkeitsverlustes und des Operationsrisikos.

Bild:K-Knie-z2.jpg
Bild:K-Fuss-z2.jpg

Meist erfolgt die operative Versorgung durch das Anbringen von Metallplatten und Schrauben auf dem Knochen oder, besonders bei Frakturen des Schaftes der großen Röhrenknochen, durch die Einbringung von langen Nägeln in die Markhöhle entlang der Achse des Knochens. Die letztere Technik ist im wesentlichen gewebeschonender, da eine geschlossene Repositionangewendet wird und hinterläßt kleinere Narben, da nur jeweils ein kurzer Schnitt zum Einbringen des Nagels in den Knochen gemacht werden muss. Aus technischen Gründen müssen aber die zu versorgenden Knochen relativ groß sein, weshalb die Methode hauptsächlich bei Schaft-Frakturen von Oberschenkel, Schienbein und Oberarm in Frage kommt.

Das Prinzip der intramedulären Schienung (also Schienung des Knochens in der Markhöhle im Inneren) findet auch bei kleineren Knochen Anwendung, allerdings werden dann keine Nägel sondern Drähte unterschiedlicher Art benutzt.

Eine andere Technik benutzt Drähte, die als Schlaufe die beiden Fragmente verbinden und gegeneinander fixieren. Die Technik wird als Drahtcerclagebezeichnet, das Prinzip heißt Zuggurtungsosteosysnthese. Die häufigsten Anwendungsbereiche sind Brüche des Olekranons(dem ellenbogenseitigen Ende der Ulna) und der Kniescheibe.

Bei Trümmerbrüchen oder offenen Brüchen kann als Osteosynthese auch ein Fixateur externeAnwendung finden.

Die Nägel, Schrauben und Platten bestehen meist aus chirurgischem Stahloder Titan.

Bild:Tibianagel.jpg
Tibianägel mit Verriegelungsschrauben aus Titanlegierung - diese finden bei Unterschenkelfrakturen Anwendung (re.oben ist das ganze Set verkleinert dargestellt)

Siehe auch

  • Oberschenkelhalsfraktur
  • pertrochantäre Femurfraktur
  • Radiusfraktur
Von "http://de.wikipedia.org/Osteosynthese"



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