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| Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Spritze aus der Medizin. Für eine Beschreibung der Spritze aus der Landtechnik siehe Feldspritze.
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Bild:100 1421.jpg Einweg-Kunststoffspritze mit Kanüle Bild:Rekord-Spritze.jpg Mehrweg-Glasspritze ohne Kanüle
Als Spritze bezeichnet man ein medizinisches Instrument, das zur Verabreichung (Injektion) von flüssigen Medikamenten– sogenannten Injektabilia – verwendet wird. Umgangssprachlich wird der Begriff Spritze auch für den Vorgang der Injektion selbst verwendet ("Er hat eine Spritze bekommen." statt "Er hat eine Injektion bekommen.").
Inhaltsverzeichnis
- 1 Aufbau
- 2 Verwendung
- 3 Besonderheiten der Injektionswege
- 4 Siehe auch
- 5 Andere Verwendungen des Begriffs
- 6 Weblinks
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Aufbau
Eine Spritze besteht aus einem zylinderförmigen Hohlraum, einem darin beweglichen Kolbenund einer konusförmigen Düse. Ferner gibt es Versionen mit Schraubgewinde an der Düse. An diese kann eine Hohlnadel (Kanüle) oder ein Schlauch angeschlossen werden. Gängige Einwegspritzen bestehen aus Kunststoff. Es gibt 2teilige Spritzen, die nur aus dem Zylinderund einer Kolbenstange bestehen, sowie 3teilige Spritzen, die am unteren Ende der Kolbenstange noch einen Gummistopfen besitzen. Mehrwegspritzen (heute überwiegend obsolet) bestehen aus Glas, Metall und Gummi. Handelsübliche Größen reichen von 1 bis 100 ml Volumen.
Verwendung
Durch Zug am Kolben wird die Spritze befüllt. Durch Druck auf den Kolben wird der Inhalt durch die Düse gepresst. Werden Medikamente mit einer Spritze verabreicht, spricht man von einer Injektion.
Nach dem Ort der Verabreichung wird unterschieden zwischen
- subkutanen
- intravenösen
- intramuskulären
sowie verschiedenen, seltener angewendeten Injektionen (intrakutan, intrathekal, intraarteriell, intraperitoneal, intraossär usw.).
Injektionen wirken im allgemeinen schneller und besser als oralgegebene Medikamente, da sie auf dem Weg zum Wirkort weniger physiologische Schranken überwinden müssen. Demgegenüber steht das Infektionsrisiko durch Eintrag von Bakterienin den Körper und andere Risiken, die je nach Injektionsweg zu beachten sind.
Besonderheiten der Injektionswege
Die subkutane Injektion ist besonders einfach durchzuführen. Sie ist wenig schmerzhaft, komplikationsarm und kann vom Patienten selbst vorgenommen werden. Sie eignet sich nur für geringe Stoffmengen (maximal 1-2 ml). Für die subkutane Verabreichung eignen sich Medikamente wie Insulin(zur Behandlung von Diabetes mellitus) und Heparinpräparate(zur Thromboseprophylaxe).
Auch die intramuskuläre Injektion bei normal großen und schweren Patienten ist nicht besonders schwierig, wird aber meist von geschultem Personal ausgeführt, da sie mit größeren Risiken behaftet ist. Es können schmerzhafte Verletzungen der Knochenhautauftreten, oder eine versehentliche intravenöse oder intraarterielle Injektion. In bestimmten Situationen ist die intramuskuläre Injektion kontraindiziert, beispielsweise bei Verdacht auf Herzinfarktoder Störungen der Blutgerinnung. Stoffmengen bis zu 20 ml können verabreicht werden. Oft wird der intramuskuläre Weg gewählt, wenn ein schneller Wirkungseintritt gewünscht ist, oder eine orale Verabreichung nicht in Frage kommt. Häufig intramuskulär gegebene Mittel sind Schmerzmittelund Kortikoide.
Die intravenöse Injektion ist technisch schwieriger, wenn zuerst eine Venenpunktiondurchgeführt werden muss. Ist bereits ein venöser Zugang vorhanden, beispielsweise eine Venenverweilkanüle, wird sie gegenüber der intramuskulären Injektion bevorzugt. Vorteile sind ein besonders schneller Wirkungseintritt und die Möglichkeit, größere Mengen an Flüssigkeit zu verabreichen. Allerdings liegt darin auch ein Risiko, da manche Medikamente bei schneller Verabreichung Nebenwirkungen haben, die sonst selten sind. Weitere Risiken liegen in der Embolisierungvon Blutgefäßen und vasovagalen Reaktionen (?Kreislaufkollaps?).
Bei der intracutanen Injektion wird das Medikament direkt unter die Hautoberfläche in die Lederhaut (Cutis / Korium) injiziert, z.B. zur Allergie- und Tuberkulosediagnose.
Bei der intraartikulären Injektion wird das Medikament direkt in ein Gelenkinjiziert.
Siehe auch
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| Wiktionary: {{{2|Spritze}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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- Injex
- Kanüle
- Kolbenprober
- Punktion
Andere Verwendungen des Begriffs
Im Bereich der Brandbekämpfungbezeichnet ?Spritze? den Teil eines Löschsystems, mit dem Löschmittelauf den Brandherd gebracht werden.
Weblinks
- www.wissenschaft.de: Vergeblicher Pieks in den Po- Fettschicht am Hintern behindert die Verteilung von injizierten Wirkstoffen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Spritze aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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