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Stereotaktische Hirnoperation

Die stereotaktische Hirnoperation (Stereoencephalotomie) ist eine neurochirurgischeOperation, bei der die zu operierende Struktur nicht operativ freigelegt wird. Der Eingriffsort wird stattdessen mit geometrischen Methoden berechnet. Von der Einführung dieser Operationsmethode versprach sich die funktionelle Hirnchirugie eine Beeinflussungsmöglichkeit cerebraler Funktionsabläufe, im Gegensatz zur klassischen Neurochirurgie, durch die im wesentlichen krankhaftes Gewebe wie Tumore, Abszesseoder Gefäßmissbildungen entfernt werden. Die funktionelle Neurochirurgie setzt eine Methode voraus, mit der man einen Punkt irgendwo im Gehirn ausschalten kann, ohne dass man bereits durch den Zugang Läsionensetzt. Nach der Berechnung des Eingriffsorts wird gewöhnlich der stereotaktische Apparat am Schädel befestigt und eine Trepanationzur Einführung einer Coagulationselektrode vorgenommen. Die Operation ist nicht schmerzhaft und wird deswegen fast immer in Lokalanästhesieausgeführt.

Bei der stereotaktischen Radiotherapie wird eine Isotopenimplantation im Hirn vorgenommen. Vereinzelte cerebrale Tumore, die einer Operation nicht zugänglich sind, können durch eine stereotaktische Isotopenimplantation intensiv mit ionisierenderStrahlung behandelt werden (beispielsweise kleinere Tumore der zentralen grauen Kerne). Die Wahl des Strahlers (Yttrium, Iridium, Kobaltetc.) richtet sich nach der Größe des zu zerstörenden Gewebes. Auch zur Hypophysektomiewird die Implantation von radioaktivenIsotopen herangezogen.

Von "http://de.wikipedia.org/Stereotaktische_Hirnoperation"



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