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Anosmie

Anosmie (v. griech.???? ?Geruch?, anosmos ?geruchlos?) bezeichnet das vollständige Fehlen des Geruchssinnsoder den Verlust des Geruchssinns (Riechverlust).

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ursachen
  • 2 Diagnose
  • 3 Auswirkungen
  • 4 Weblinks

Ursachen

Das Fehlen der Riechwahrnehmungkann verschiedene Ursachen haben. Störungen können im Bereich des Benisolfaktorischenund des nasal-trigeminalen Systemsvorliegen, je nachdem, ob der Nervus olfactorius(1. Hirnnerv) oder der Nervus trigeminus(5. Hirnnerv) betroffen ist.

Weitere Ursachen für das Fehlen des Geruchssinnskönnen Virusinfektionen, chronische Sinusitis, Obstruktionder Riechwege durch Schwellung der Schleimhäuteinfolge einer Allergie, die Nebenwirkungvon Medikamenten,Hirntumore, Depression sowie Schädel-Hirn-Traumamit Abrissverletzung der Riechnerven sein.

Symptomatisch tritt Ansomie bei Menschen mit dem Kallmann-Syndromauf.

Diagnose

Mit einer Riechprüfung (Olfaktometrie) kann der Ort der Störung festgestellt werden. Bei der Riechpüfung wird der Nervus trigeminusbeispielsweise mit Essigsäuregereizt. Reizstoffe für den Nervus olfactoriussind Kaffee, Lavendel, Vanille, Zimt. Beide Nerven zusammen werden durch Kampfer, Menthol, Pfefferminzeangeregt. Bei angeborener Anosmie wird die Störung oftmals erst spät diagnostiziert, da den betroffenen Menschen ihr Unvermögen, Gerüche oder bestimmte Geschmäcker wahrzunehmen anfangs nicht auffällt.

Auswirkungen

Die Auswirkungen der Geruchslosigkeit werden von Außenstehenden oft nicht erkannt oder bagatelisiert. Der Geruchssinn wird im Vergleich zu anderen Sinnen als nebensächlich empfunden, die Folgen seines Fehlens nicht zur Genüge zur Kenntnis genommen. Dabei ist Anosmie mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualitätverbunden. Sie kann ein Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen (z. B. Alzheimer) sein und geht einher mit zum Teil erheblichen psychischen Belastungen. Die Betroffenen können durch die mangelnde Wahrnehmung von Warnsignalen sogar in Lebensgefahr geraten.

Für den Geschmackvon Speisen und Getränken ist zum überwiegenden Teil der Geruchssinn verantwortlich, Menschen ohne diesen sind auf die vier Grundgeschmäcker (süss, sauer, salzig, bitter) beschränkt. Dies kann zu Fehl- oder Unterernährung führen. Die Motiviation, etwas zu essen kann zurückgehen, oder es wird z. B. verstärkt salzige, fettige Nahrung verspeist, um wenigstens das Grundgeschmackserlebnis zu genießen oder zu intensivieren.

Durch die Nichtwahrnehmung von Fäulnissgerüchen kann es zum Verzehr verdorbenen Speisen kommen, was zu einer Lebensmittelvergiftung führen kann.

Lebensgefährliche Brände oder austretende Heizgase können zu spät bemerkt werden.

Auch können gesellschaftliche Probleme auftreten, etwa durch selbst nicht wahrgenommene Körpergerüche, welche zu gesellschaftlicher Ausgrenzung des Betroffenen führen.

Psychische Folgen umfassen Depressionen und fortwährende Angstvor unangenehmen Eigenduft.

siehe auch:

  • Hyposmie(teilweiser / partiellerVerlust des Riechsinns)
  • KakosmieParosmie (Wahrnehmungsstörung, bei der bekannte Düfte plötzlich anders riechen)

Weblinks

  • Anosmie - Begriffserläuterung
  • Anosmie (Riechverlust): Webadressen



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anosmie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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