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Anosognosie

Anosognosie (gr. an - nicht; nosos - Krankheit; gnosis Erkenntnis) krankhaftes Nichterkennen einer offensichtlichen Halbseitenlähmung, einer kortikalen Blindheit, einer Hemianopsieoder Taubheit. Es handelt sich nicht um einen Neglect. Diese Störung ist an eine Schädigung bestimmter Arealedes Gehirnsgebunden.

Diese Störung tritt meist in Zusammenhang mit einem Schlaganfallauf.

Unterarten:

  • Asomatognosie (Leugnen der Zugehörigkeit einer Extremität)
  • Somatoparaphrenie (die eigene Extremität gehört einer anderen Person)
  • Anosodiaphorie (eine schwere Krankheit wird als Lappaliebewertet)

Auf die Störung angesprochen erfolgen seitens des Patienten Konfabulationen, Entschuldigungen und Rationalisierungen.

Die Störung tritt meist bei Patienten auf, die eine rechtshemisphärischeStörung haben und deren Sprachzentrumlinkshemisphärischsitzt. Da die Patienten mit Anosognosie von der rechten Hemisphärekeine ihrem bisherigen Weltbild entsprechenden Informationen erhalten, hält die linke Hemisphäream bisherigen Körperschema fest und die Störungen werden wegerklärt.




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