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Als Cauda-equina-Syndrom wird eine Kombination mehrerer neurologischer Ausfallsstörungen bezeichnet, die auf eine massive Quetschung der Cauda equina (dem Nervenwurzelfortsatz des Rückenmarks) hinweisen.
Für ein Cauda-Syndrom sprechen:
- Rückenschmerzen, die bis über das Knie in einen oder beide Unterschenkel ausstrahlen (sogenannte radikuläre Schmerzen)
- Reithosenanästhesie (Sensible Störungen im Gesäß- und Oberschenkelbereich)
- Fehlender Patella-Sehenreflex (L4) und/oder fehlender Archillessehenreflex (S1)
- Motorische Ausfälle im Bein- und besonders im Fußbereich (z.B. Fußheberschwäche)
- Plötzliche, mit den Beschwerden gekommene, Impotenz
- Stuhl- und Harninkontinenz
Ein Cauda-equina-Syndrom besteht vor allem bei schweren Bandscheibenvorfällenund erfordert eine sofortige Operation, um die gequetschten Nerven möglichst schnell wieder zu dekompressieren. Gelingt dies nicht innerhalb der ersten 6 Stunden nach Auftreten der Beschwerden, muss damit gerechnet werden, dass die Nerven bleibende Schäden erhalten haben und der Patient damit dauerhaft an einigen Symptomen des Cauda-equina-Syndroms leiden wird.
Das heißt, wer eine solche Symptomatik bei sich beobachtet, sollte unverzüglich einen Arzt oder gleich eine chirurgische Notaufnahme aufsuchen.
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