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Asystolie

Asystolie ist ein Fachausdruck aus der Medizin. Man versteht darunter einen Stillstand der elektrischen und mechanischen Herzaktion.

Das Wort leitet sich aus den Bestandteilen A- ( = Ohne ) und Systole( = Herzkontraktion) her.

Die Folge der elektrischen Asystolie ist meist auch ein Stillstand der mechanischen Herzaktion, es sei denn, die mechanische Herzaktion wird anders - z. B. durch eine Herz-Lungen-Maschine- aufrecht erhalten.

Die Asystolie erkennt man an einer Nulllinie (engl. flatline) im EKG, an einer fehlenden mechanischen Herzaktion in der Echokardiografieund an einer Pulslosigkeitdes Betroffenen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Zeitablauf
  • 2 Ursachen
  • 3 Therapie
  • 4 Siehe auch
  • 5 Weblinks

Zeitablauf

Ab 3 Sekunden Asystolie wird sie vom Betroffenen wahrgenommen. Es wird dem Betroffenen sehr heiß, es wird dunkel im Kopf, innerhalb ca. 20 - 30 Sekunden wird er bewusstlos. Falls er steht oder sitzt, kollabiert der Betroffene. Nach ca. 1 - 3 Minuten Asystolie kommt es auch zum Atemstillstand. Ab ca. 3 - 5 Minuten Asystolie entstehen irreversible Hirnschäden durch Sauerstoffmangel. Diese Zeit kann sich bei erniedrigter Körpertemperatur um ein Vielfaches erhöhen, zum Beispiel bei Ertrinkungsunfällen in kaltem Wasser.

Ursachen

Bei den meisten Patienten, die vom Notarzt mit einer Asystolie aufgefunden werden, ging der Asystolie ein Kammerflimmernvoraus, das etwa durch einen Herzinfarktausgelöst werden kann. Dies weiß man aus größeren Sammelstatistiken von Patienten, die zufälligerweise ein Langzeit-EKG zum Zeitpunkt ihres Todes angelegt hatten und deren Herzstillstand im EKG dokumentiert ist.

Bei circa 20 % der Fälle liegt eine primäreAsystolie vor. Sie beruht in der Regel auf einem Stillstand des Sinusknotensund der darunterliegenden untergeordneten Erregungszentren des Herzens.

Ein totaler AV-Blockohne elektrische und mechanische Kammeraktion ist selten und meist nur passager (vorübergehend) nachweisbar. Man erkennt ihn im EKG daran, dass der QRS-Komplexfehlt und nur noch Vorhofwellen (P-Wellen) vorhanden sind. Die Vorhöfe kontrahieren noch, aber die Ventrikelnicht mehr. Diese Art der Rhythmusstörung ist daher auch als Asystolie einzuordnen.

Therapie

  • Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Externer Herzschrittmacher
  • Adrenalingabe

Bis zur weiterführenden Therapie durch Notarztund Rettungsdienstmüssen vom ErsthelferWiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassageund Beatmung) vorgenommen werden.

Siehe auch

  • Null-Linien-EKG
  • Reanimation
  • plötzlicher Herztod
  • Herz

Weblinks

  • ANR-Eintrag zu Asystolie
  • Roche Gesundheitslexikon



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Asystolie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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