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Bewusstseinsstörung

Unter Bewusstseinsstörung versteht man die Beeinträchtigung der Selbstkontroll-Fähigkeit und der Gesamtheit aller gegenwärtigen, empfundenen psychischen Vorgänge (Bewusstsein).

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einteilung
  • 2 Ursache
  • 3 Erkennen einer Bewusstseinsstörung
  • 4 Sofortmaßnahmen
  • 5 Siehe auch

Einteilung

Bewusstseinsstörungen werden unterteilt in

  • Bewusstseinsklar: Der Patient reagiert regelrecht auf Ansprache und kann auf Fragen zu seiner Person, zur Zeit, zum Ort oder zum Geschehen richtig und unverzüglich antworten. ("Er ist räumlich, zeitlich und zur Person voll orientiert".)
  • Benommenheit: Denken und Handeln des Patienten sind verlangsamt, die Orientierung ist eingeschränkt.
  • Somnolenz: Der Patient ist schläfrig, kann aber durch äußere Reize aufgeweckt werden.
  • Sopor: Der Patient befindet sich in einem schlafähnlichen Zustand und kann nicht aufgeweckt werden, er ist bewusstlos. Um Abwehrbewegungen auszulösen bedarf es starker Schmerzreize.
  • Koma: Die schwerste Form der Bewusstseinsstörung, der Patient kann aus seinem schlafähnlichen Zustand nicht mehr erweckt werden und zeigt mehr oder weniger starke Reaktionen auf Schmerzreize.
    • 1. Grades - gezielte Schmerzabwehr
    • 2. Grades - ungerichtete Schmerzabwehr
    • 3. Grades - keine Schmerzabwehr, nur Fluchtreaktion
    • 4. Grades - keine Schmerzreaktion

Ursache

Ein Bewusstseinsstörung ist immer das Symptomeiner zugrundeliegenden Gesundheitsstörung. U. a. kommen folgende in Frage:

  • Schädel-Hirn-Traumawie z. B. Gehirnerschütterung(Commotio cerebri), Gehirnprellung (Contusio cerebri) oder Gehirnquetschung (Compressio cerebri), Schädel-Basis-Bruch
  • Schlaganfall(Apoplektischer Insult)
  • hirnbedingte Krampfanfälle, beispielsweise Epilepsie(vgl. Status epilepticus)
  • Störungen von Atmungund Kreislauf, dadurch bekommt das Gehirnnicht genügend Blutund damit auch zu wenig Sauerstoff.
  • Vergiftungen, durch das Zentralnervensystemdämpfende Medikamente oder Drogen, z. B. auch Alkohol

Erkennen einer Bewusstseinsstörung

Der Patient reagiert nur verlangsamt, nicht situationsgerecht oder gar nicht auf (lautes) Ansprechen und/oder Anfassen. Bei fortgeschrittener Bewusstseinsstörung zeigt er auch nur ungezielte Abwehr oder keine Reaktion auf Schmerzreize.

Sofortmaßnahmen

Rettungskettebefolgen:

  • Notrufveranlassen
  • Bei lediglich benommenen oder schläfrigen Patienten sollte man versuchen, durch ständigen Kontakt (Ansprechen, Fragen etc.) eine Verschlechterung zu erkennen.

Bei Vorliegen von Sopor oder Koma:

  • Freimachen der Atemwege (Lebensrettender Handgriff)
  • gegebenenfalls Fremdkörper aus Mund und Rachenraum entfernen (Esmarchscher Handgriff)
  • Stabile Seitenlage
  • Wärmeerhalt
  • ständige Kontrolle der Vitalfunktionen(bspw. Atmung)
  • bei Atemstillstand und keinen weiteren vorhandenen Lebenszeichen: Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Betreuen des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst

  • Sauerstoffgabe (vgl. Sauerstoff)
  • Intubation

Siehe auch

  • Erste Hilfe
  • Sofortmaßnahmen
  • Bewusstsein
  • Glasgow-Koma-Skala
  • Asphyxie(treeper)





Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bewusstseinsstörung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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